Coronavirus: Weitere Schließungen beim DRK

Es sei aufgefallen, dass gerade ältere Gäste leichtfertig mit der Situation umgehen. Auch das Solferino und der Eberts Hof schließen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Anke Donner

Wolfenbüttel. Entgegen ursprünglicher Planungen, hat sich der DRK-Kreisverband nun doch dazu entschlossen, weitere Einrichtungen zu schließen. Eberts Hof und der Second Hand-Laden am Großen Zimmerhof haben ihre Pforten bereits am Dienstag zugemacht. "Und auch die Tafel in demselben Geschäft schließt am Freitag", kündigte Geschäftsführer Uwe Rump-Kahl in einer Pressemitteilung des DRK an.


Vor allem ein Problem habe sich in den vergangenen Tagen verschärft: "Es gibt kaum noch gespendete Waren, die wir an die Bedürftigen weitergeben können." DRK-Präsidiumsmitglied Björn Försterling vermutet hinter dieser recht plötzlichen Entwicklung eine Folge der Corona-Krise: "Denn Ursache dürften auch die Hamsterkäufe der Bevölkerung sein."

Das DRK-Solferino öffnete am heutigen Mittwoch zum letzten Mal – bis auf Weiteres. "Wir unterbrechen den Geschäftsbetrieb und sagen auch alle Veranstaltungen ab, schweren Herzens auch den beliebten Osterbrunch", sagte Corina Bornecke, die Geschäftsführerin der Einrichtung am Exer. Es sei völlig unklar, wie lange diese Schließung Bestand haben werde. "Das kann im Moment keiner sagen." Dabei sei der Zuspruch im Solferino nach wie vor groß gewesen. "Leider ist uns aber heute Morgen aufgefallen, dass vor allem ältere Gäste wirklich leichtfertig mit der Situation umgehen", schilderte Bornecke. Trotz anderslautender Hinweise säßen sie eng beieinander und ignorierten die corona-bedingten Warnungen. "Das macht für die Gemeinschaft kaum Sinn, und auch unseren Mitarbeitern gegenüber haben wir eine Fürsorgepflicht zu erfüllen. Darum mussten wir handeln." Das Angebot des Sozio-Med-Mobils (SMM) bleibe jedoch weiterhin bestehen.


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