Die Linke: "Neue Schleuse in Scharnebeck muss schnell gebaut werden"






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Ursula Weisser-Roelle ( Foto: DIE LINKE)



Die Linke im Landtag hat heute noch einmal ihre Forderung nach dem Bau einer neuen Schleuse in Scharnebeck im Kreis Lüneburg bekräftigt. Anlass ist ein Treffen von Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft gestern auf Einladung der IHK Lüneburg-Wolfsburg, bei dem es um die Zukunft des Elbe-Seiten-Kanals bei der Hafenhinterland-Anbindung Hamburgs ging. „Der Elbe-Seiten-Kanal ist für den prognostizierten Anstieg des Güterverkehrs nicht gerüstet. Wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist dagegen der Bau einer neuen Schleuse in Scharnebeck. Ein solcher Neubau sollte auch die Anforderungen der breiteren Flachwasserschiffe berücksichtigen, was flussökologisch ein Fortschritt wäre“, sagte Ursula Weisser-Roelle, die stellvertretende Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, die an dem IHK-Treffen teilgenommen hatte.

Alle bei dem Treffen in Lüneburg anwesenden Parteien seien sich über die Notwendigkeit eines Schleusen-Neubaus einig gewesen. Das Schiffshebewerk in Scharnebeck, dessen Sanierung im Frühjahr abgeschlossen wurde, platze aus allen Nähten, so die Verkehrsexpertin. Der Neubau der Schleuse müsse deshalb in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen und mit höchster Priorität versehen werden. Weisser-Roelle forderte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister auf, sich dafür bei Bundeskanzlerin Angela Merkel stark zu machen. Die von Experten veranschlagten Investitionen des Bundes von rund 240 Mio. Euro sollten durch Verzicht auf unsinnige Großprojekte freigestellt werden. „Verzichtbar sind der Bau der Y-Trasse oder der Weiterbau der Küstenautobahn A 20 nach Niedersachsen. Letzterer würde für rund 120 Kilometer 3,2 Mrd. Euro an Bundesmitteln erfordern. Das wäre nahezu das Fünfzehnfache im Vergleich zur Investition in die neue Schleuse.“


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