Wolfenbüttel. Viele Schüler starten mit einem Lernrückstand ins neue Schuljahr. Dieser könne im Unterricht oft nicht mehr aufgeholt werden. So argumentiert die Kreistagsfraktion der FDP Wolfenbüttel, die jetzt eine Lösung anregt.
Eine Sommerschule soll Abhilfe schaffen. In sogenannten "Back to School"-Kursen sollen die betroffenen Schüler in den letzten zwei Wochen der Sommerferien den Kernstoff in zentralen Fächern aufarbeiten – also Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen. Zur Zielgruppe gehören demnach Schüler allgemeinbildender Schulen im Landkreis Wolfenbüttel mit erkennbaren Lernrückständen. Eine solche Lösung trage zur Bildungsgerechtigkeit bei. So begründet die FDP-Kreistagsfraktion ihren Antrag, den sie für den ab nächster Woche beginnenden Sitzungsturnus des Kreistags eingereicht hat.
"Back to School"-Kurse in Wolfenbüttel
Die FDP-Fraktion möchte demnach das Bildungszentrum des Landkreises damit beauftragen, ein Konzept für diese "Back to School"-Kurse zu entwickeln. Bei der nächsten Sitzung des Fachausschusses für Schule und Sport am 25. Februar steht der FDP-Antrag auf der Tagesordnung.
Das Ziel: Mit Kreistagsbeschluss soll das Bildungszentrum ein solches Konzept erarbeiten. Dieses solle dann dem Kreistag zur Beratung vorgelegt werden. Es gehe zunächst insbesondere darum, wie sich solche Kurse organisatorisch umsetzen lassen, wie die Zielgruppe anzusprechen ist, welche Kooperationen möglich sind und welche Kosten schätzungsweise entstehen werden.
Bildungszentrum kann solche Angebote organisieren
Zur Begründung führt die FDP-Fraktion weiter aus: Viele Schüler würden das neue Schuljahr mit erheblichen Lernrückständen beginnen. Diese Defizite könnten im laufenden Unterricht des nächsten Schuljahres häufig nicht systematisch aufgearbeitet werden, sondern wirkten sich dauerhaft auf den Bildungserfolg aus. Der Landkreis verfüge mit dem Bildungszentrum über eine leistungsfähige Einrichtung, die in der Lage sei, solche Angebote zu organisieren. Die zweiwöchigen Kurse unmittelbar vor Schuljahresbeginn würden es ermöglichen, relevanten Kernstoff zu wiederholen, Grundlagen zu festigen und den Einstieg in das neue Schuljahr zu erleichtern.
Ein solches Angebot trage zur Stärkung der Bildungsgerechtigkeit bei, entlaste Lehrkräfte im regulären Unterricht und könne langfristig kostenintensive Maßnahmen wie Klassenwiederholungen oder zusätzliche Förderbedarfe reduzieren. Im Verhältnis zu den Folgekosten dauerhaft verschleppter Lernrückstände stelle die Sommerschule eine präventive und wirtschaftlich sinnvolle Investition dar.

