Wolfenbüttel. In einem Werkstattgespräch wird Torsten Schaßan am Donnerstag, 14. April um 14.15 Uhr im Seminarraum im Zeughaus einen Überblick über die an der Herzog August Bibliothek angebotenen digitalen Editionen geben. Im Mittelpunkt steht der Anspruch, digitale Editionen langfristig zu dauerhaft zitierbaren und vielfältig nutzbaren Angeboten zu machen
Die Herausgabe von Texten in kritischen Editionen ist eine aufwändige wissenschaftliche Tätigkeit. Die Editionswissenschaft hat im Laufe der Zeit einen hohen, wenn auch in den einzelnen Disziplinen leicht unterschiedlichen Standard entwickelt, wie Informationen im Druck dargeboten werden. Im digitalen Zeitalter fehlen derartige Standards noch. Wie soll das Wissen über die Texte transportiert werden, wie die Texte selbst dargeboten werden? Welche Funktionalitäten sollten digitale Editionen haben, wie sind sie zu benutzen? Wie kann auch der Spagat zwischen Vereinheitlichung auf der einen Seite und dem Drang nach Erkennbarkeit und Alleinstellungsmerkmalen auf der anderen Seite gelingen? Können digitale Editionen tatsächlich das Versprechen einlösen, vielfältige Forschungsinteressen gleichzeitig zu bedienen? Wie müssen digitale Editionen organisiert werden, die unterschiedliche Publikationsformen (im Druck, im Internet) unterstützen und zugleich zitierfähig und langfristig sicher sind?
Torsten Schaßan studierte Mittlere/Neuere Geschichte, Germanistik und Philosophie in Köln. Seit 2004 ist er Mitarbeiter in der Handschriftenabteilung der HAB und zugleich für die Betreuung digitaler Editionen zuständig.
Digitale Editionen – Standards in der HAB
Symbolfoto: Archiv | Foto: Max Förster
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