DRK Wolfenbüttel sucht Freiwillige




[image=5e1764c8785549ede64ccee2]Ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Deutschen Roten Kreuz ist nicht nur eine zivile Dienstleistung an der Gesellschaft: Es hilft jungen Menschen eine ordentliche Portion Lebenserfahrung zu sammeln. Gerade in Zeiten des Turbo-Abi ist ein FSJ eine willkommene Gelegenheit sich beruflich zu orientieren. Die Einsatzgebiete beim DRK in Wolfenbüttel sind zahlreich. Ob im Rettungsdienst, im Integrations- und Therapie Zentrum (ITZ) oder in einem anderen Bereich: Menschenkontakt, Pflege oder Verwaltungsarbeit kommen auf die freiwilligen Helfer zu. Auch 2012 sucht das DRK wieder junge Freiwillige, die sich persönlich weiterentwickeln möchten.

Friedrich Schmidt ist seit Juli 2011 im Rettungsdienst des Wolfenbütteler DRK mit vollem Eifer dabei. "Ich wollte nach dem Abi etwas machen, was mich fordert", erklärt der 19-Jährige. Nach dem er Kontakt zu Hans-Jörg Jentsch, Leiter des Rettungsdienstes, aufgenommen hatte, ist sein Entscheidung schnell gefallen. "Zu Anfang musste ich mir den Respekt bei den Kollegen verdienen. Aber dann gehört man zum Team", erklärt der Wolfenbütteler. Die Koordination mit den Kollegen sei bei den täglichen Einsätzen entscheidend.  Zurzeit fährt er Einsätze für den Hausnotrufdienst. Danach steht wieder vier Wochen lang der Krankentransport auf dem Programm.

Regelmäßig besucht Schmidt zusätzlich persönlichkeitsbildende Seminare. Ein zusätzlicher Vorteil für den jungen Freiwilligen: Er bekommt den LKW-Führerschein bezahlt und hat nach seinem einjährigen Dienst bereits einen Teil der Ausbildung zum Rettungssanitäter absolviert. "Da habe ich schon mal was in der Hand und Berufserfahrung gesammelt", freut sich der FSJ-Mitarbeiter.

Auch Maximilian Gudladt hat sich für den Freiwilligen Dienst beim DRK entschieden. Seit August 2011 arbeitet er beim ITZ am Exer. Seine Aufgaben sind vielfältig: Gudladt hilft bei Therapien mit, ist aber ebenfalls in der Verwaltung des Zentrums tätig. "Hier kann ich viele innerbetriebliche Abläufe kennenlernen", freut sich der 19-Jährige, der nach dem FSJ  Wirtschaft, Recht und Personalwesen studieren möchte. Den therapeutischen Teil der Arbeit im ITZ lernt er ebenfalls kennen. So unterstützt er beispielsweise die hauseigene Ergotherapie. Unter anderem bereitet er Fotopuzzles vor, die bei Erinnerungstrainings an Demenz erkrankter Patienten zum Einsatz kommen. Außerdem betreut er behinderte Kinder und Erwachsene vor und nach den Therapieeinheiten und unterstützt den Fahrdienst des ITZ. "Hier ist es wichtig, selbstständig zu sein und anfallende Aufgaben zu erkennen", erklärt Gudladt. In das Mitarbeiter-Team sei er kollegial eingebunden, gibt der Abiturient bekannt.

Aus einem freiwilligen Engagement beim DRK kann auch schnell mal ein fester Arbeitsvertrag werden. Das zeigt der Werdegang von Jacqueline Thomas. Nach ihrem Abitur hat sie sich 2008 für ein FSJ beim Wolfenbütteler Rettungsdienst entschieden. Inzwischen fährt die 21-Jährige als hauptamtliche Rettungsassistentin für den DRK Einsätze. "Ich wollte schon immer im medizinischen Bereich tätig werden. Die FSJ-Zeit habe ich dann genutzt, um den Rettungsberuf kennenzulernen", sagt Thomas. Sie empfiehlt den Einsatz jedem jungen Menschen weiter. In der FSJ-Zeit habe sie viel dazu gelernt und sich menschlich weiterentwickelt. "Wichtig in diesem Beruf ist das Selbstvertrauen. Wir müssen den Patienten immer ein Gefühl der Sicherheit vermitteln."

Auch für die ältere Generation sind freiwillige Einsätze beim DRK möglich. Karl-Heinz Sandemann ist als 61-Jähriger im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes dazu gestoßen. Er verrichtet in Wolfenbüttel Bürotätigkeiten in der Verwaltung des DRK. "Ich arbeite gern und kann auch im Alter noch einen Dienst an der Gesellschaft leisten", erklärt Sandemann, der schon als Kind im Jugendrotkreuz aktiv war.

Das Deutsche Rote Kreuz bietet auch im Jahr 2012 die Möglichkeit ein Freiwilliges Soziales Jahr zu leisten oder im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes aktiv zu werden. Der Rettungsdienst plant, dieses Jahr noch sieben Stellen zu besetzen, und auch das ITZ sucht noch mindestens zwei Freiwillige für 2012. Interessierte wenden sich an Sara Hube in der Servicestelle des DRK Wolfenbüttel (Dietrich-Bonhoeffer-Straße 8, 38300 Wolfenbüttel, Tel. 05331-97 50 0).

Freiwilligenarbeit beim DRK ist etwas für jung und alt: Auf dem Bild (von links) Karl-Heinz Sandemann, Hans-Jörg Jentsch, Jacqueline Thomas, Friedrich Schmidt und Maximilian Gudladt.  Foto: DRK


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