Wolfenbüttel. "Frisia non cantat", hatte Tacitus von den Holländern behauptet – das Zitat wird aber gern auf ganz Norddeutschland ausgeweitet. In einem Vortrag beweist Dr. Georg Ruppelt, dass dieses Vorurteil falsch ist, indem er die abwechslungsreiche Fülle der Dichtung im niedersächsischen Raum des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in zahlreichen Textbeispielen Revue passieren lässt. Der Vortrag findet am 8. Apil um 19 Uhr im Logenhaus Antoinettenweg 18 statt.
Das reicht von der Nordsee-Dichtung, aber auch den Boshaftigkeiten Heinrich Heines („Auf dem Rathaus steht ein Kulturableiter“), über Wilhelm Raabe, Ricarda Huch, Hermann Löns, Hermann Allmers u. v. a. bis hin zu Klapphornversen und zum Urvater der Comics, dem scharfsichtigen Weltweisen Wilhelm Busch. Dr. Georg Ruppelt war stellvertretender Leiter der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel und Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover. Er ist ein großer Verehrer von Wilhelm Busch.
2005 wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet und erhielt 2015 die Theodor-Fuendeling-Plakette des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Landesverband Nord.
Der Eintritt ist kostenlos, Anmeldungen werden erbeten unter Tel. 0177-4562038
FRISIA NON CANTAT - Norddeutschland singt nicht? Von wegen!
Foto: Privat
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