Wolfenbüttel. Stadt und Landkreis planen die "Kontaktstelle Popularmusik", sprich das Rockbüro, gemeinsam fortzuführen. Der jüngste städtische Jugend-und Sozialausschuss hat das bereits einstimmig empfohlen. Das Rockbüro stellte nun die geplanten Projekte und Aktionen vor, die im Jahr 2016 anstehen werden.
Es müsse zwar noch von den einzelnen Gremien beschlossen werden, aber die Ziele sind schon klar formuliert. Stadt und Landkreis wollen unter gemeinsamer Trägerschaft das Rockbüro als feste Instanz etablieren, da dieses nicht nur im kulturellen, sondern auch im Bildungsbereich einen wichtigen Beitrag leiste, so die Verwaltung. Sowohl die Stadt als auch der Landkreis beteiligen sich hierbei mit jeweils 29,5 Personalstunden. Bei der Stadt soll Daniela Rieken, die bereits als Mitarbeitern der Stadtjugendpflege das Summertime Festival organisierte, 19,5 und das Kulturböro zehn Stunden übernehmen. Seitens des Landkreises soll sich Christoph Thiem mit 19,5 und Stephan Punschke mit zehn Stunden am Rockbüro beteiligen. Aufgabe des Rockbüros wird es sein, in regelmäßigen Abständen über die Projekte und Aktionen zu berichten, um einen Überblick über den aktuellen Stand zu erhalten. Im Rahmen des jüngsten Jugend- und Sozialausschusses berichtete Daniela Rieken in einer Präsentation über die Ziele und Vorhaben des Rockbüros in diesem Jahr.
Ziele des Rockbüros
Mit den Zielen der Nachwuchsförderung und der Etablierung einer lebendigen Kulturszene für ein vorwiegend junges, aber auch altersübergreifendes Publikum, wolle man beispielsweise die Vermittlung und Vernetzung sowie den Bereich Bildung und Beratung ausbauen. So sollen der Pop-Rock-Workshop der Stadt und der Mädchenmusik-Workshop vom Landkreis auch in 2016 fortgesetzt werden. Zudem wolle man den Online-Auftritt optimieren und die bereits gut gefüllte Bandkartei weiter füllen, so Daniela Rieken. Die Vernetzung mit dem Kulturrefeart des Asta der Ostfalia, dem spreadmusic e.V. aus Braunschweig und zahlreichen Festivalfreundschaften wolle man dazu nutzen, das Rockbüro bekannter zu machen. Die Einbindung der Ressourcen und Projekte der Stadtjugendpflege solle dabei ebenfalls helfen. Hierzu gehören beispielsweise das Summertime Festival, das bereits auf 150 helfende Hände zählen kann oder etwa die Etablierung eines Kulturcafés, das durch den "Roadtrip" schon erste interessante Spuren hinterlassen hat. 130 Studenten zogen hierbei zusammen mit lokalen Bands durch leerstehende Gebäude, um einen Überblick über mögliche Standorte des jungen Kulturcafés zu erhalten (regionalHeute.de berichtete).
Das Rockbüro hat einiges vor
Neben dem Roadtrip wolle man auch einen Musik-Contest durchführen, der am 1. April stattfinden soll. Hier wird nach Nachwuchsbands gesucht. Der Gewinner dieses Contests wird dann die Möglichkeit haben, sich beim Summertime Festival zu präsentieren (auch hier berichtete regionalHeute.de). Des Weiteren stehen internationale Bandbegegnungen auf den Plan sowie die Suche nach neuen jungen Bands. Mit der Auffrischung der sozialen Medein, der Etablierung eines ansprechenden Zusatztitels für das Rockbüro und einem neuen Erscheinungsbild wolle man das Rockbüro weiter ausbauen. Dabei sollen nicht nur Programme für ein junges Publikum, sondern auch altersübergreifende Events stattfinden, verriet Daniela Rieken, wie etwa das vierte regionale Musikfest.

