Großes Upgrade für diesen Sportplatz beschlossen – Doch es gibt auch Kritik

In Wolfenbüttel wird für 1,5 Millionen Euro ein neuer Kunstrasenplatz entstehen.

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Der Rat gab grünes Licht für einen neuen Kunstrasenplatz – es gab aber auch Gegenstimmen.
Der Rat gab grünes Licht für einen neuen Kunstrasenplatz – es gab aber auch Gegenstimmen. | Foto: pixabay/sferrario1968

Wolfenbüttel. Die Sportanlage des ESV Wolfenbüttel – das Okerstadion am Harztorwall – erhält ein ordentliches Upgrade. Der B-Platz der Fußballer – bislang noch ein in die Jahre gekommener Hartplatz – wird umgewandelt. Die Spielfläche erhält einen Kunstrasen. Das hat der Rat der Stadt Wolfenbüttel am gestrigen Mittwoch beschlossen. Es gab aber auch Kritik an dem künstlichen Belag.



So beantragte Stefan Brix für die Gruppe Grüne/Die Partei, "auf diese Maßnahme komplett zu verzichten", was auch den Investitionshaushalt stark verschlanken würde. Zumal: "Wir haben hinreichend Kunstrasenplätze in Wolfenbüttel." Seine Kritik bezog sich auf die Umweltbelastungen, die durch solch einen Platz entstehen würden. Er sprach von einem "unnützen Einbringen von Plastik in eine solche Sportanlage."

Ökologische Nachteile


Dem Antrag, auf die Maßnahme zu verzichten, schloss sich auch die AfD-Fraktion an, was Andreas Bäumann in einem kurzen Redebeitrag ankündigte. Auch sein Parteikollege Manfred Wolfrum erklärte: "Die ökologischen Nachteile durch diesen Kunstrasen überwiegen die sportlichen Vorteile, die dadurch zu erwarten sind, bei weitem."

Diese Argumente dürften bei den Sportvereinen nicht großartig ziehen. Mit den bisher drei Kunstrasenplätzen im Stadtgebiet dürfte der Bedarf lange noch nicht gedeckt sein. Das erklärte auch Vincent Schwarz, Ratsherr der FDP und Vorstandsmitglied beim BV Germania Wolfenbüttel. "Der Bedarf ist gegeben. Die Kapazitäten reichen nicht aus", sagte Schwarz. Insbesondere für viele Jugendmannschaften seien zu wenig Zeiten auf Plätzen und in Hallen vorhanden.

Platz soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden


Letztlich sah das eine Mehrheit im Rat genauso. Der Antrag der Grünen, auf die Maßnahme zu verzichten, wurde abgelehnt, dem ursprünglichen Antrag, den Kunstrasen im Okerstadion zu bauen, stimmte der Rat mehrheitlich zu. Die Bauarbeiten könnten dann schon bald beginnen. Die Ausschreibung soll zeitnah erfolgen. Ziel sei es, den Platz noch in diesem Jahr fertigzustellen.

Die Baukosten von 1,5 Millionen Euro sind über ein Förderprogramm des Landes (700.000 Euro) und aus dem städtischen Haushalt (600.000 Euro) plus weitere 200.000 Euro aus einer bereits bewilligten Maßnahme auf dem Sportplatz des FC Arminia Adersheim gedeckt. Dort soll eine kleinere Lösung als zunächst vorgesehen entstehen.

Kunstrasen an der Schweigerstraße wird erneuert


Auch der Kunstrasenplatz an der Schweigerstraße beim BV Germania Wolfenbüttel stand auf der Tagesordnung. Dieser muss jetzt 14 Jahre nach seiner Fertigstellung erneuert werden. Für Stefan Brix sei das eine Bestätigung seiner Argumentation. "Hier sieht man, was das bedeutet. Wir haben dort Plastik eingebracht, müssen es jetzt aufwendig entsorgen, um dann neues Plastik einzubringen."

Diesmal stellte er den Antrag, den Platz stattdessen in einen Naturrasenplatz umzuwandeln. Erneut schloss sich aber eine Mehrheit im Rat dem Antrag an, dort den Kunstrasen zu erneuern. Die Maßnahme wird 310.000 Euro kosten.

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