Großfeuer in Achim hielt Einsatzkräfte in Atem

von Anke Donner


100 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen in Achim. Fotos. Feuerwehr Oderwald/Feuerwehr Wolfenbüttel
100 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen in Achim. Fotos. Feuerwehr Oderwald/Feuerwehr Wolfenbüttel

Achim. Wie der Pressesprecher der Feuerwehren Oderwald mitteilte, kam es in der Nacht von Freitag zu Samstag in Achim zu einem Großfeuer. Alle Wehren der Samtgemeinde Oderwald und die Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel waren im Einsatz, um das Feuer, das in einem Gebäude eines landwirtschaftlichen Betriebes ausgebrochen war, zu bekämpfen.


Sirenenalarm übertönte in der Nacht in mehreren Ortschaften kurz nach 4 Uhr die Ruhe. Gemeldet wurde ein Feuerschein auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Achim. Schon nach wenigen Minuten machten sich die Ortsfeuerwehren Achim, Börßum, Cramme und Ohrum auf den Weg zur Einsatzstelle. Die Ortsfeuerwehr Achim, die ihr Feuerwehrhaus in unmittelbarer Nähe zur Einsatzstelle hat, konnte die gemeldete Situation der Leitstelle sofort bestätigen, so der Sprecher der Feuerwehr Oderwald Felix Kunze.

Meterhohe Flammen schlugen über dem Gebäude, dazu beißender Brandgeruch. Schnell wurden weitere Kräfte nachalarmiert. So entschloss sich der Einsatzleiter, einen Vollalarm für die Samtgemeinde Oderwald auslösen zu lassen. Das Alarmstichwort wurde von "Feuer 2" auf "Feuer 3" erhöht. Neben den genannten Ortsfeuerwehren machten sich nun auch die Wehren aus Bornum, Dorstadt, Groß Flöthe, Klein Flöthe, Heiningen und Seinstedt-Kalme auf den Weg nach Achim. So waren nun alle zehn Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Oderwald mit ihrem Gemeindebrandmeister und dessen Stellvertreter im Einsatz. Doch es folgten noch weitere Alarmierungen außerhalb der Samtgemeinde.

100 Kräfte im Einsatz


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Das Gebäude brannte vollständig aus. Foto:



Kreisbrandmeister Tobias Thurau, die Drehleitergruppe der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel sowie ein Rettungswagen fuhren die Einsatzstelle an. Nun galt es, das Flammenmeer einzudämmen und noch nicht betroffene Gebäudeteile zu schützen. Dafür mussten mehrere Wasserentnahmestellen errichtet werden. Zahlreiche Atemschutzgeräteträger mussten über die Nacht verteilt eingesetzt werden. Im Einsatz waren rund 100 Einsatzkräfte aus allen alarmierten Ortsfeuerwehren. Eine Riegelstellung wurde vorgenommen und ein Innenangriff eingeleitet. Mit drei B-Rohren und fünf C-Rohren sowie der Drehleiter wurde das Feuer bekämpft und eine Ausbreitung verhindert. Die Ortsfeuerwehr Dorstadt richtete die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) ein und koordinierte den Einsatz. Der immer stärker werdende Wind verschaffte den Feuerwehren Probleme, da der Wind das Feuer immer wieder entfachen ließ. Zu kämpfen hatten die Ortsfeuerwehren auch mit der Dunkelheit und mit der Wasserversorgung. Diverse Schlauchlängen mussten verlegt werden. Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten nach und nach Erfolg.

Ein Feuerwehrmann verletzt


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Gemeindebrandmeister Alexander Steek und Kreisbrandmeister Tobias Thurau. Foto:



Die Ausbreitung auf das gesamte Hauptgebäude, in dem zusätzlich diverse Oldtimer geparkt waren, konnte verhindert werden. Ein Atemschutzgeräteträger wurde bei dem Einsatz verletzt und kam vorsorglich in ein Krankenhaus, dieses konnte er allerdings nach kurzer Zeit wieder verlassen. Nach einem langen Kampf konnte der Leitstelle nun gemeldet werden, dass das Feuer unter Kontrolle ist und die Atemschutzgeräteträger mit den Nachlöscharbeiten und der Beseitigung von Brandnestern beschäftigt sind. Auch Samtgemeindebürgermeister Marc Lohmann machte sich auf den Weg zur Einsatzstelle um sich ein Bild zu verschaffen. Im Feuerwehrhaus Achim wurde eine Verpflegungsstation mit Getränken und Essen errichtet und die Kräfte nach und nach damit versorgt. Nach rund sechs Stunden konnte begonnen werden, die Einsatzstelle zum Teil zurück zu bauen. Die ersten Einsatzkräfte konnten die Einsatzstelle nun verlassen und trotzdem waren immer noch Atemschutztrupps mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt. Nach und nach konnten immer mehr Einsatzkräfte den kräftezehrenden Einsatz verlassen und in die Heimatstandorte einrücken. In den Heimatstandorten angekommen, musste die Einsatzbereitschaft auf den Fahrzeugen wieder hergestellt werden. Nur die Ortsfeuerwehr Achim blieb zum Schluss noch an der Einsatzstelle und stellt über mehrere Stunden die Brandwache und führt in regelmäßigen Abständen Kontrollen durch. Zur Brandursache können noch keine Angaben gemacht werden. Die Brandermittler der Polizei haben die Einsatzstelle beschlagnahmt und die Ermittlungen eingeleitet. Gemeindebrandmeister Alexander Steek bedankt sich bei allen Kameradinnen und Kameraden für den unermüdlichen Einsatz, durch das schnelle Eingreifen konnte Schlimmeres verhindert werden.

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