Grüne fordern Tempo 30 und Ampeln für mehr Sicherheit

Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sickter Gemeinderat wollen sich für sichere Straßen und nachhaltige Bepflanzung einsetzen.

Mitglieder der Sickter Gemeinderatsfraktion der GRÜNEN (von links): Jantje Letas, Michael Kohl, Maren Battenberg, Holger Barkhau
Mitglieder der Sickter Gemeinderatsfraktion der GRÜNEN (von links): Jantje Letas, Michael Kohl, Maren Battenberg, Holger Barkhau | Foto: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sickte

Sickte. Zur kommenden Sitzung des Sickter Gemeinderates am 18. März hat die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN drei Anträge gestellt, die nach Angaben der Fraktion für mehr Sicherheit auf den Straßen und für mehr Nachhaltigkeit sorgen sollen.



Die grüne Ratsfraktion in Sickte fordert in ihren aktuellen Anträgen eine flächendeckende Verkehrsberuhigung in Hötzum (Tempo 30 und verkehrsberuhigte Bereiche), die Installation einer Kreuzungsampel an der L625 zur Unfallverhütung sowie eine verbindliche Nachpflanzpflicht für Grünflächen im Gemeindegebiet, während sie den Bau eines Kreisverkehrs am Ortseingang aus finanziellen Gründen ablehnt.

Verkehrsberuhigung auf den Gemeindestraßen


Jantje Letas begründet in einer Pressemitteilung den Antrag auf Verkehrsberuhigung auf allen Gemeindestraßen – mit Ausnahme der beiden Durchgangsstraßen – in Hötzum: „Die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit erhöht die Verkehrssicherheit, reduziert den Verkehrslärm, fördert den Klimaschutz, verbessert die Wohn- und Aufenthaltsqualität und trägt zur Reduzierung von Schadstoffen bei.“ Die GRÜNEN schlagen für alle bisher noch nicht geschwindigkeitsreduzierten Gemeindestraßen Tempo 30 bzw. auf der Straße „Im Sültenkampe“ einen verkehrsberuhigten Bereich vor.

Kreuzungsampel an der L625


Ein weiterer Antrag der grünen Ratsfraktion betrifft die nach Meinung der Fraktion unübersichtliche und gefährliche Kreuzung der Braunschweiger Straße in Hötzum mit der Landesstraße L625 in Höhe der Baumplantage. Michael Kohl verdeutlicht die Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen in diesem Kreuzungsbereich: „Die bauliche Gestaltung dieser Kreuzung ist schwierig und unübersichtlich. Eine Ausfahrt in Richtung Braunschweig ist gerade zu Verkehrsspitzenzeiten nur schwer möglich. Zudem kommt es auch immer wieder zu Gefährdungssituationen für Fahrradfahrende, weil motorisierte Verkehrsteilnehmende sich vortasten, um sich einen Überblick über den fließenden Verkehr zu verschaffen. An dieser Kreuzung kommt es immer wieder zu Unfällen. Daher beantragen wir, dass sich die Verwaltung der Gemeinde Sickte gegenüber der zuständigen Straßenbaubehörde für den Bau einer Kreuzungsampel an dieser Stelle einsetzt.“

Klimaschutz in der Gemeinde


Der dritte Antrag der GRÜNEN zur Ratssitzung betrifft den Klimaschutz in der Gemeinde Sickte: „Wir beantragen, dass Bäume, Sträucher und Stauden auf im Besitz der Gemeinde Sickte befindlichen Flächen ersetzt werden, wenn sie abgängig sind oder im Rahmen von baulichen Maßnahmen entfernt werden“, erläutert die Fraktionsvorsitzende Maren Battenberg. „Die Pflanzungen tragen zu einer besseren CO2-Bilanz bei, haben kühlenden Effekt, sorgen für Verschattung und erhöhen die Aufenthaltsqualität.“

Kein Kreisel für Sickte


Aus finanziellen Gründen ablehnen werden die GRÜNEN einen Beschlussvorschlag zur Errichtung eines Kreisverkehrs am Sickter Ortseingang in Höhe der Feuerwehr. „Ein Kreisverkehr an dieser Stelle wäre – auch angesichts des geplanten neuen Gewerbegebietes - sicherlich sinnvoll“, betont Jantje Letas.