Grünflächen statt Parkplätze? So könnte der Rosenwall aussehen

Das Freiraumentwicklungskonzept der Stadt Wolfenbüttel liefert neue Impulse für den Rosenwall.

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Der Rosenwall wurde im Freiraumentwicklungskonzept näher betrachtet.
Der Rosenwall wurde im Freiraumentwicklungskonzept näher betrachtet. | Foto: Matthias Kettling

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Wolfenbüttel. Wie könnten vorhandene Plätze und Wege in der Lessingstadt künftig stärker als Grün- und Aufenthaltsräume genutzt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Freiraumentwicklungskonzept (FREK) der Stadt Wolfenbüttel. Auch der Rosenwall wurde von den beauftragten Experten näher betrachtet.



Das Freiraumentwicklungskonzept umfasst 26 Steckbriefe, die Ideen und mögliche Ansätze zur Weiterentwicklung der Grün- und Freiflächen im Stadtgebiet aufzeigen. Mit den Vorschlägen soll der Ansatz verfolgt werden, vorhandene Grün- und Freiräume weiterzuentwickeln, statt neue große Parkanlagen zu schaffen. Die Ideen aus dem FREK verstehen sich somit als langfristige Orientierung und nicht als festgelegtes Maßnahmenprogramm. Sie sollen künftig herangezogen werden, wenn in den jeweiligen Bereichen konkrete Planungen anstehen. Am Ende entscheidet die Politik darüber, ob, wann und wie bestimmte Bereiche umgestaltet werden, betont die Verwaltung in einer Vorlage, die den politischen Gremien zur Kenntnisnahme vorgelegt wurde.

Mehr Grün, weniger Autos?


Wie der Bereich Rosenwall aussehen könnte, zeigen die Steckbriefe 16 und 18. Ein Punkt der Überlegungen zum Rosenwall ist der Umgang mit den vorhandenen Parkplätzen. So wird vorgeschlagen, die bestehenden Stellplätze zunächst zu erhalten. Langfristig wird im Konzept jedoch eine Verlagerung von Parkplätzen in das nahegelegene Parkhaus als mögliche Perspektive genannt. Dadurch könnten Flächen für andere Nutzungen frei werden, etwa für einen Fahrradweg mit begleitendem Grünstreifen.

Auch für den westlichen Bereich der Wallanlagen wird der Umgang mit den Stellplätzen betrachtet. Die Parkmöglichkeiten sollen zwar grundsätzlich erhalten bleiben. Jedoch könnten Teile der bestehenden Parkplätze in Richtung Am Herzogtore teilweise entsiegelt und in den angrenzenden Parkbereich integriert werden.

Mehr Aufenthaltsqualität durch Bäume und neue Wege


Neben dem Thema Parkplätze zeigen die Steckbriefe weitere Ideen für den Rosenwall auf. So könnten zwischen den bestehenden Stellplätzen neue Baumstandorte mit Rigolensystemen entstehen. Die Bäume sollen Regenwasser aufnehmen, das Mikroklima verbessern und die Grünstruktur des Bereichs aufwerten. Die Neupflanzungen sollen dabei behutsam in das historische Ensemble der Wallanlagen integriert werden.

Für den westlichen Bereich des Walls wird zudem eine neue Wegeverbindung am Fuße der Anlage vorgeschlagen, um den Bereich für Fußgänger besser zugänglich zu machen und die Erlebbarkeit des Walls zu verbessern.

Ein weiterer Ansatz betrifft die Pflege der Grünflächen. Durch eine Reduzierung der Mahd auf Teilbereichen auf zweimal jährlich könnten artenreiche Blühbereiche entstehen, die Lebensräume für Insekten und andere Tiere schaffen und die ökologische Qualität des Wallbereichs stärken.

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