Henkel zu Besuch bei der Seniorenunion


Tobias Henkel (2.v.li)  informiert, mit  dabei Frank Oesterhelweg (3.v.li) und Monika Bötel (li.) Foto: privat
Tobias Henkel (2.v.li) informiert, mit dabei Frank Oesterhelweg (3.v.li) und Monika Bötel (li.) Foto: privat Foto: privat

Wolfenbüttel. Beim Bemühen über das kulturelle Geschehen in unserer Region zu informieren, hatte die CDU Seniorenunion (SU) Tobias Henkel, Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK), eingeladen. Monika Bötel, Kreisvorsitzende der SU begrüßte den Gast und auch Frank Oesterhelweg, seit Anfang 2017 Mitglied im Stiftungsrat.


Zweck des Nachmittags war über Sinn und Zweck, Aktivitäten und Förderungen der Stiftung zu informieren. Bereits im Jahr 1569 gründete Herzog Julius den Klosterfond, um das Vermögen zu erhalten. Schon im Jahr 1576 wurde der Klosterfond mit dem Studienfond erweitert und firmierte unter dem Namen „Kloster- und Studienfond“. Weiter gab es die 1934 gegründete Braunschweig Stiftung. Beide Stiftungen überstanden den Verlust der staatlichen Eigenständigkeit. Fortan wurden sie vom Regierungspräsidenten in Braunschweig verwaltet und vertreten.

Als die Bezirksregierungen zum 1. Januar 2005 aufgelöst wurden, beschlos der Landtag das Gesetz zur Errichtung der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Die Stiftung steht für Tradition und Innovation und sie prägt das kirchliche, kulturelle und soziale Gedächtnis des Braunschweigischen Landes. Im Jahr 2004 betrug das Vermögen der Stiftung 275 Millionen Euro, in diesem Jahr sind es rund 300 Millionen Euro. Das Geld wird durch Land- und Forstwirtschaft und durch Verpachtungen erwirtschaftet. Ausgegeben wird es zum Erhalt und zur Restaurierung von folgenden Objekten: Kaiserdom in Königslutter, Kloster Walkenried, Braunschweigisches Landgestüt Bündheim, Porzellanmanufaktur Fürstenberg, Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Kloster Zur Ehre Gottes in Wolfenbüttel, Landesarchiv Wolfenbüttel, Landesmuseum Braunschweig, Klostergut Riddagshausen, Kloster St. Marienberg Helmstedt, Schloß Blankenburg und viele weitere.

Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz bewahrt und fördert auch die kulturelle und historische Identität des ehemaligen Landes Braunschweig und trägt zur Sicherung der Grundlagen der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen dieser Region bei.

Im Rahmen der Diskussion kam auch der Umgang mit Baudenkmalen zur Sprache. Henkel: „Bei uns gilt: Schützen durch nutzen.“ Die Teilnehmer dankten dem Referenten mit herzlichem Applaus. Eine weitere Zusammenarbeit mit Henkel für die Zukunft ist vereinbart. Bötel erinnerte an die nächste Einladung. Am 18. September 2017 informiert Dr. Albrecht Stalman über das Thema „Was bringt uns die Mobilität?".


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