DRK bildet Lebensretter aus


Foto: DRK)



Wolfenbüttel. Nach dem Schulabschluss sind viele junge Menschen oft unsicher, welche berufliche Laufbahn sie wählen wollen. Oft klappt aber auch die gewünschte Ausbildung nicht direkt Im Jahr des Schulabschlusses. Das Deutschen Rote Kreuz in Wolfenbüttel hat für solche Übergangs- und Findungsphasen das richtige Angebot: das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) beim DRK-Rettungsdienst. Dieses Angebot eignet sich besonders für Menschen, die praktisch veranlagt sind, gern im Team arbeiten und anderen in Notlagen helfen wollen.

Das FSJ bietet einen aufregenden Einblick in den Beruf des Rettungssanitäters, dessen tägliche Aufgabe es ist, Notfälle zu versorgen, kranken Menschen zu helfen und sie zu befördern. Anne Waldmann und Patrick Kestner zumindest sind begeistert von ihrer Tätigkeit. Beide waren schon vor ihrem FSJ beim DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel daran interessiert, anderen Menschen zu helfen. Seit Juli 2013 sind die beiden nun beim DRK mit Krankenwagen auf Wolfenbüttels Straßen unterwegs - und erzählen gern von der abwechslungsreichen Tätigkeit: "Es gibt viele unterschiedliche Aufgaben. Das macht die Arbeit so spannend“, sagt die 20-jährige Anne Waldmann.

So gliedert sich das FSJ beim DRK Rettungsdienst Wolfenbüttel in drei Bereiche: als Hausnotrufhelfer tragen die Freiwilligen seit 2003 dazu bei, dass die Kunden notwendige Hilfeleitung zuhause erhalten, also auch im Alter selbständig wohnen können. Außerdem werden die FSJ-Mitarbeiter/innen nach der Ausbildung im qualifizierten Krankentransport und bei Eignung auch in der Notfallrettung eingesetzt. „Ich muss mich bei jedem Menschen anders verhalten und alle anders behandeln. Dadurch sind die Aufgaben sehr abwechslungsreich“, erzählt Patrick Kestner.

Zu Beginn des FSJ absolvieren die Freiwilligen den vierwöchigen Rettungsdienst-Grundlehrgang an der DRK-Rettungsschule in Goslar, darauf folgen Klinikpraktikum und Ausbildung an der Lehrrettungswache. Ein weiterer Lehrgang führt dann zur Abschlussprüfung für Rettungssanitäter und -sanitäterinnen. Parallel zur Rettungsdienstfachausbildung startet die Ausbildung zum Erwerb des Führerscheins der Klasse C1. Dieser Führerschein ist erforderlich, um die schweren Rettungswagen fahren zu können.

Mit dieser umfangreichen Ausbildung eröffnen sich den Freiwilligen Zukunfts- und Jobchancen auch über das FSJ hinaus. Die gesamte Ausbildung ist für die Freiwilligen natürlich kostenlos. Darüber hinaus wird ein Taschengeld und Verpflegungsgeld gezahlt. Ein weiterer Vorteil ist, dass das FSJ im Rettungsdienst in einigen Ausbildungsberufen als Vorpraktikum anerkannt wird

Um beim Rettungsdienst mit anzupacken, sollte man allerdings körperlich fit sein. „Es ist schon Kraft erforderlich, wenn man einem Patienten, der durchaus mal 130 Kilo wiegen kann, helfen muss“, erklärt Anne Waldmann, die ihren beruflichen Werdegang beim Rettungsdienst fortführen möchte - ebenso wie Patrick Kestner.

Außerdem sei es erforderlich, sich mit Krankheit, auch schwerer Krankheit oder Verletzung auseinanderzusetzen. „Nicht alles, was man sieht, steckt man so einfach weg: Herzinfarkte, Schlaganfall, Verletzungen nach Unfällen – man bekommt schon so einiges zu sehen, aber man verfügt ja über das notwendige Wissen und kennt lebensrettende Maßnahmen. Außerdem arbeitet man ja immer im Team mit einem Rettungsassistenten“, versichert die 20-Jährige, die eventuell nach dem FSJ Medizin studieren möchte.

„Für den Jahrgang 2014/2015 sind noch freie FSJ-Stellen vorhanden, Bewerber sollten sich deshalb möglichst melden“ teilt Rettungsdienstleiter Hansjörg Jentsch mit. Voraussetzung für ein FSJ im Rettungsdienst ist das vollendete 18. Lebensjahr und der Führerschein der Klasse B.

Außerdem, so Jentsch, gebe es zum Beispiel auch im DRK-Integrations- und Therapiezentrum (ITZ) noch freie FSJ-Stellen im Bereich der Arbeit mit behinderten Kindern.

Hansjörg Jentsch ist telefonisch erreichbar unter (05331) 97 50 31 oder per E-Mail unter hansjoerg.jentsch@drk-rettungsdienst-wf.de.


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