Inklusions-Projekt: Unterzeichnung des Kooperationsvertrages

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| Foto: Anke Donner



Wolfenbüttel. Die Kooperationspartner trafen sich heute zur Unterzeichnung des Vertrags zwischen der Carl-Gotthard-Langhans-Schule und dem AWO-Wohn-und Pflegeheim Wolfenbüttel. Durch die Unterzeichnung wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das Kursteilnehmern aus Behindertenwerkstätten den Umgang mit dem Berufsalltag erleichtern soll.  




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Ellen Arndt, Peter Walte, Axel Koßmann und die Kursteilnehmer freuen sich auf die Zusammenarbeit. Foto:


Ziel der Kooperation ist es, die Teilnehmer des Kurses  möglichst gut auf den Alltag im Berufsleben vorzubereiten und zu unterstützen. Mit praxisnahen Angeboten aus dem Bereich Hauswirtschaft soll berufsspezifisches Hintergrundwissen vermittelt werden. Auch die Arbeit im Bereich der Reinigung und Wäscherei des AWO-Pflegeheims gehört zum Angebot der Kooperationspartner. Zusätzlich wird den Teilnehmern in der Carl-Gotthard-Langhans Schule theoretisches Fachwissen vermittelt. “Wir wollen mit diesem Projekt nicht nur das berufliche Wissen der Schüler stärken, sondern auch dafür sorgen, dass sie in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt und im Berufsalltag sicherer werden”, erklärte Ellen Arndt, Heimleiterin des AWO-Wohn-und Pflegeheims.


Ellen Arndt begrüßte die Vertreter der Lebenshilfe und der Berufsschule und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit. Sie dankte den involvierten Partnern für ihr Vertrauen. "Ich bin dankbar, dass wir dieses Inklusions-Projekt gemeinsam machen und den Teilnehmern interessante Einblicke in den Berufsalltag gewähren können”, so die AWO-Heimleiterin weiter und zitierte abschließend Henry Ford mit den Worten: “ Zusammenkunft ist der Anfang. Zusammenarbeit ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist der Erfolg.”




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Besiegelt: Ellen Arndt und Peter Walte brachten den Vertrag heute unter Dach und Fach. Axel Koßmann (mitte) freut's. Foto:


Auch Peter Walte, Schulleiter der Carl-Gotthard-Langhans-Schule, zeigte sich begeistert von dem Projekt, das am 22. Oktober starten wird. “Nicht Sie müssen uns danken, sondern wir Ihnen”, sprach Walte zu Ellen Arndt. “Wir sind dankbar, dass wir in der AWO einen Kooperationspartner gefunden haben. Ich habe die besten Lehrer für dieses Projekt zusammengeholt und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Und ich wünsche den Teilnehmern viel Spaß und Erfolg und hoffe, dass sie mit dem Zertifikat, welches sie erhalten, auch beruflich eine Chance bekommen und einen Job finden”, so Walte.


Für Axel Koßmann, pädagogischer Leiter der Lebenshilfe ist diese Kooperation der erste Schritt in Richtung Inklusion. “Alle reden über Inklusion, aber trotzdem ist es nicht selbstverständlich, dass so ein gemeinsames Projekt entsteht. Wir haben eine Integration und sind auf einem guten Weg zur Inklusion. Inklusion muss gelebt werden und es dauert sicher noch einige Jahre, bis man irgendwann nicht mehr sofort zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen unterscheiden kann”, schloss Koßmann. Koßmann lobte auch die Stadt Wolfenbüttel, die in Bezug auf die Inklusion ein verlässlicher Partner sei.


Anschließend wurde der Vertrag von Ellen Arndt und Peter Walte unterschrieben und mit einem Glas alkoholfreien Sekt begossen. In 25 Jahren möchte man wieder auf das gemeinsame Projekt anstoßen. "Wenn wir in 25 Jahren auf unser Jubiläum anstoßen, dann machen wir das bei uns in der Schule", versprach Peter Walte.


Für die sechs Teilnehmer beginnt am 22. Oktober der Kurs, der ihnen Selbstvertrauen und berufliche Kenntnisse vermitteln soll. Einmal wöchentlich werden sie das AWO-Pflegeheim besuchen und fünf Stunden im Bereich der Hauswirtschaft arbeiten. Drei Bereiche werden während des Kurses von den Schülern durchlaufen. Zuerst erfolgt der Aufbau in der Berufsschule, der auf die Arbeit in der schuleigenen Cafeteria ausgedehnt wird. Dann erfolgt die Arbeit im AWO-Pflegeheim. Angedacht war zunächst eine Begrenzung des Kurses auf ein Schuljahr. Inzwischen sind sich aber Schul-und Heimleitung sicher, dass der Kurs ausgebaut und auf zwei Jahre verlängert werden soll. Nach dem Abschluss des Kurses wird den Teilnehmern ein Zertifikat ausgehändigt, dass ihnen den beruflichen Einstieg erleichtern soll. Wunsch und Ziel der Partner ist es, das Zertifikat zukünftig bei der Arbeitssuche voll anerkannt wird.



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