Wolfenbüttel. Nach 25 Jahren als Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes (ÄLRD) gibt Dr. Ulrich Heida die Verantwortung ab. Seit Jahresbeginn hat das Städtische Klinikum Wolfenbüttel diese Aufgaben übernommen. Dort verantwortlich ist jetzt Helge Trauden (Facharzt für Anästhesiologie und Oberarzt am Klinikum).
„Dr. Ulrich Heida hat den Rettungsdienst in unserem Landkreis entscheidend geprägt und sich ein ganzes Berufsleben lang für Leben und Gesundheit der Menschen in unserer Region eingesetzt. Als Rettungssanitäter und Anästhesist kannte er die Praxis und viele Situationen, in denen es um Leib und Leben ging. Seine Erfahrungen, sein Fachwissen und seine Persönlichkeit trugen dazu bei, dass der Landkreis seine Aufgaben erfüllen konnte – dafür bedanke ich mich herzlich“, so Landrätin Christiana Steinbrügge. „Ich heiße Helge Trauden herzlich willkommen und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit“, ergänzt die Landrätin.
Erfahrener Notarzt übernimmt
Mit Trauden übernimmt ein im Rettungsdienst erfahrener Arzt die Position. Seit 2007 ist er als Notarzt bei Rettungseinsätzen unterwegs, seit 2018 unterstützte er Heida bei seinen Tätigkeiten und wuchs in diese Funktion hinein.
Heida war von 1990 bis 2025 Arzt beim Städtischen Klinikum. Dort war er von 1995 bis 2019 auch Ärztlicher Leiter des Luftrettungsstandortes und mit dem Hubschrauber Christoph 30 zu Rettungseinsätzen unterwegs. Ab 2001 bis Ende des vergangenen Jahres war er Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Wolfenbüttel.
Eine besondere Herausforderung hatte er als Ärztlicher Leiter des Impfzentrums während der Corona-Pandemie: Aus dem Nichts galt es gemeinsam mit dem Team der Landkreisverwaltung eine Impfstruktur für 120.000 Menschen aufzubauen. 91.000 Impfungen wurden von Januar bis Oktober 2021 dort durchgeführt, danach noch bis Ende 2022 über 45.000 weitere Impfungen über Mobile Impfteams.
Neben der Pandemie waren weitere Themen des Rettungsdienstes zentral: So galt es den Rettungsdienst sicherzustellen und sich für den Erhalt und Ausbau der Rettungswachen einzusetzen – der Spatenstich zu einer weiteren Rettungswache in Cremlingen erfolgte im Januar 2026. Hinzu kommt der Aufbau eines erweiterten Rettungsdienstes bei einem Massenanfall von Verletzten, etwa bei Massenkarambolagen im Straßenverkehr.
Der Landkreis ist als Träger dafür zuständig, den Rettungsdienst für sein Gebiet zu organisieren. Dafür hat er Vereinbarungen mit dem DRK Wolfenbüttel sowie mit der Stadt Salzgitter für das Gebiet der Samtgemeinde Baddeckenstedt getroffen. Die Funktion der ÄLRD ist im niedersächsischen Rettungsdienstgesetz geregelt: Dieser ist zuständig für medizinische Fragen und Gesamtkonzeption des Rettungsdienstes sowie für das Qualitätsmanagement. Zudem begleitet die Ärztliche Leitung auch die Aus- und Fortbildung des im Rettungsdienst eingesetzten nichtärztlichen Personals.

