Politik

Kritik an verzögerter Spielplatzöffnung: FDP und AfD bemängeln Reaktionsschwäche der Stadt

Die Stadt hätte genug Zeit gehabt, sich um die rechtzeitige Öffnung der Spielplätze am heutigen Mittwoch zu kümmern, so AfD und FDP-Stadtverband.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

Artikel teilen per:

06.05.2020

Wolfenbüttel. Nachdem bereits in der vergangenen Woche Ministerpräsident Weil die Wiedereröffnung der niedersächsischen Spielplätze ab dem heutigen Mittwoch in Aussicht gestellt hatte und dies im Stufenplan des Landes Niedersachsen am Montag konkretisiert wurde, regt sich nun Kritik vonseiten der Politik, dass in Wolfenbüttel die Öffnung noch nicht realisiert werde. Die Stadt Wolfenbüttel arbeite daran, dass die Öffnung "zeitnah erfolge", wie sie am gestrigen Dienstag mitteilte. Sowohl der FDP-Stadtverband als auch die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Wolfenbüttel stören sich daran, dass nicht bereits seit Ankündigung Weils an einer Öffnung gearbeitet wurde, sondern nun kurzfristig ein Riegel vor der Öffnung vorgeschoben wurde. Wir veröffentlichen die Stellungnahmen der Fraktionsmitglieder in der Reihenfolge, in der sie unsere Redaktion erreichten.


Pierre Balder, Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes, ärgert sich über die Trägheit der Stadt, die sie am Dienstagabend mit einer Pressemitteilung unter Beweis stellte.

"Einzig die Stadt Wolfenbüttel scheint von der Öffnung am Vortag des 6. Mai überrascht worden zu sein“, sagt Pierre Balder und verweist auf eine Mitteilung der Stadt. „Die neue Verordnung des Landes habe die Stadt laut ihrer Mitteilung erst am späten Dienstagnachmittag erreicht, nun müsse man sich zuerst um Hinweisschilder kümmern. Währenddessen wird in anderen Kommunen schon fröhlich gespielt“, fasst Balder zusammen.

Er traue den Eltern und größeren Kindern zu, sich auch auf Spielplätzen an die zurzeit allgemein gültigen Abstandsregeln zu halten. „Mit ein wenig Vertrauen hätte man schnelle Entlastung für die Familien schaffen können. Die schauen jetzt neidisch auf andere Städte wie Braunschweig, wo man sich besser vorbereitet hat und am Mittwoch parallel zur Öffnung Schilder montiert.“

„Schon am Wochenende hätte man sich innerlich auf die Öffnung vorbereiten und die Maßnahmen ab Montag schnell umsetzen können“, sagt Balder. „Das wurde offensichtlich vertrödelt.“ Zumindest eine andere Kommunikation wäre den Eltern gegenüber aber fair gewesen. „Statt schwammige Begriffe wie ‚so zeitnah wie möglich‘ zu benutzen, hätte man kommunizieren können, dass es wegen notwendiger Schilder länger dauere, dann aber einen konkreten Starttag nennen können.“
Die Eltern in der Stadt seien zu Recht enttäuscht, findet Balder. „Wenn auch das Vertrauen der Stadt in das Verantwortungsgefühl der Eltern fehlen mag: ein wenig Voraussicht hätte viel Ärger vermeiden können.“

AfD kritisiert weitere Belastung der Kinder



AfD-Fraktionsvorsitzender Klaus-Dieter Heid kritisiert ebenfalls die Verzögerungen bei der Öffnung der Spielplätze.

"Am 5. Mai wurde berichtet, dass es offenbar mit Zeitverzögerung zur Öffnung der Wolfenbütteler Kinderspielplätze kommen würde, weil „ein gewisser Vorlauf“ nötig sei, um Vorgaben zur Beschilderung auf Spiel- und Sportplätzen zu erfüllen. Die neue Verordnung des Landes zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus erlaubt jedoch seit gestrigem Mittwoch die Öffnung von Spielplätzen. Die AfD-Fraktion kritisiert, dass es zu Zeitverzögerungen kommt, obwohl lange absehbar war, dass eine Öffnung der Kinderspielplätze erfolgen würde. Das offenbar erst mit der Neu-Verordnung die praktische Vorarbeit zur Umsetzung begann, kostet erneut dringend benötigte „Spielzeit“ für die Kinder. Das Erstellen und Anfertigen von Schildern und Vorbereitungen zum Hygieneschutz hätten auch vorsorglich seit Wochen erfolgen können, um ohne Zeitverlust Kindern das Spielen auf Spielplätzen zu ermöglichen. Jeder Tag Warten ist für Kinder ein weiterer Tag der Belastung!"


zur Startseite