Lesermeinung: Kritik und offene Diskussion nicht gewünscht


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Symbolfoto: Archiv | Foto: Marc Angerstein)

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Wolfenbüttel. An dieser Stelle veröffentlichen wir den Leserbrief unserer Leserin Sabine Rohrbeck in Bezug auf die jüngste Kreistagssitzung, die sich unter anderem mit Entscheidungen bezüglich des Atommülls in der Asse und der Asse-2-Begleitgruppe beschäftigte (regionalWolfenbüttel.de berichtete), ungekürzt und unkommentiert:




Die Kreistagssitzung hat in mir Ängste entfacht. Gestellte Fragen zur Asse Problematik wurden zum Teil nicht beantwortet. Kritik und Sorgen wurden nicht ernst genommen. Bürgerbeteiligungen wurden als problematisch und schwierig dargestellt. Ich bin in Remlingen aufgewachsen und habe schon als Jugendliche den Asse Schacht befahren, als Attraktion. Erst durch das jahrzehntelange Engagement von Heike Wiegel wurde allen bewusst, was uns die Politik da eingebrockt hat. --- und jetzt? Jetzt soll ganz stickum die Standortsuche für das nach Rückholung des Atommülls benötigte Zwischenlager zunächst nur assenah erfolgen. Man spricht von transparenter, ergebnisoffener und kriterienbasierter Standortsuche. Das klingt gut. Nur es kommt auf die Art der Kriterien an. Nur Störfallrisiko und Strahlenschutz sollen Beachtung finden, nicht aber Entfernung zur Wohnbebauung etc.---Das Schlimmste aber ist, dass seitens der Politik Kritik und offene Diskussion offensichtlich nicht gewünscht wird (Verabschiedung neuer Rahmenbedingungen für die Asse II Begleitgruppe, Entfernung von Heike Wiegel aus den Gremien). Wir sollten an die nachfolgende Generation denken, auch an die, die an der Asse zu Hause ist.