"Park statt Parkplatz": Bündnis „Wolfenbüttel bewegen" protestierte an der Meesche

In dem Wäldchen soll ein Parkplatz für bis zu 100 Autos entstehen.

Das Bündnis protestierte gegen den geplanten Parkplatz an der Meesche.
Das Bündnis protestierte gegen den geplanten Parkplatz an der Meesche. Foto: Wolfenbüttel bewegen

Wolfenbüttel. Am Samstagvormittag protestierte das Bündnis „Wolfenbüttel bewegen", in dem sich unter anderem Mitglieder aus den gemeinnützigen Vereinen ADFC, BUND, NABU und VCD, von Fridays for Future Wolfenbüttel und vom AStA engagieren, in einem Wäldchen an der Meesche gegen dessen Beseitigung zugunsten eines Parkplatzes. Das berichtet „Wolfenbüttel bewegen" in einer Pressemitteilung.


"In diesem kleinen, nach den Regenschauern der letzten Zeit wunderbar sattgrünen Park mit teilweise alten, mächtigen Bäumen darf kein betonierter Großparkplatz für annähernd 100 Autos entstehen", erklärt das Bündnis. Die Zahl der jetzt schon bestehenden Parkmöglichkeiten reiche nach Ansicht von „Wolfenbüttel bewegen" aus. Das gebe auch die Empfehlung der obersten Baubehörde des Landesministeriums her. Falls für Großveranstaltungen am Wochenende doch noch weitere Stellflächen benötigt würden, könnten diese auch im zirka acht Gehminuten entfernten Parkhaus Löwentor genutzt werden. So wie es andere Mieter von Geschäften, wie zum Beispiel Woolworth oder Verwaltungen, auch machen würden.


Eine andere Möglichkeit wäre es, naheliegende "private" Stellflächen in unmittelbarer Nähe zum Meesche-Stadion zu nutzen, wie zum Beispiel die der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau. Das sollte in diesen Zeiten der Klimakrise und nach dem letzten Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes (deutliche Nachschärfung des Bundes-Klimaschutzgesetzes) möglich sein. Darüber hinaus mache die erklärte Klimanotlage in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel ein sozial- und umweltverträgliches Handeln durch die gewählten Politiker geradezu notwendig, so die Protestierenden.

Aktion zum Bauausschuss geplant


Aber auch da stimmten alle Beteiligten und die Besucher der Informationsveranstaltung überein: “Die Erreichbarkeit des Stadions mit dem ÖPNV, zu Fuß und mit dem Fahrrad muss nachhaltig gesichert und verbessert werden. Es muss endlich ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept erstellt werden. Wir planen jetzt die nächste Aktion zur entsprechenden Bauauschuss-Sitzung. Dann werden wir weitersehen. Wir wollen im Dialog und in Aktion bleiben."


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