Wolfenbüttel. Im gesamten Stadtgebiet gibt es derzeit offenbar ein großes Problem mit Ratten. Das erfuhren die Stadtratsabgeordneten am Mittwochabend in der Sitzung des Rates der Stadt Wolfenbüttel. Bürgermeister Ivica Lukanic (parteilos) sprach von einem "eklatanten Problem."
Die CDU-Abgeordnete Kerstin Glier berichtete, dass ihre Fraktion von "besorgten Bürgern" mit Schilderungen über Rattenbefall angeschrieben worden sei. Zudem verwies sie auf eine Berichterstattung der Braunschweiger Zeitung, in der Anwohner des Wohngebietes "Am Okerufer" über vermehrte Rattensichtungen, selbst am Tage, berichteten. Dies deute laut dem Bericht auf eine große Population hin und darauf, dass die Nahrung nachts nicht mehr für alle ausreiche.
Kann die Stadt Wolfenbüttel helfen?
Kerstin Glier trug in der Ratssitzung vor, dass Bürger sich hilfesuchend an die Stadtverwaltung gewandt hätten, man jedoch geantwortet habe, dass die Stadt Wolfenbüttel aufgrund von Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen derzeit nicht in der Lage sei, etwas zu tun.
Bürgermeister Ivica Lukanic drückte sein Bedauern über diese Aussage aus. Solch eine Aussage sei nicht der Anspruch der Verwaltung und man werde sich der Fragestellung widmen. "Wir müssen sehen, wie wir damit überhaupt umgehen, denn aus mehreren Ortsteilen wird das gemeldet", erklärte Lukanic. Und weiter: "Es scheint in diesem Jahr ein sehr eklatantes Problem zu sein, ich würde fast schon meinen, ein Phänomen." Was die Ursachen sind, dazu konnte der Bürgermeister noch nichts sagen. Nach dieser Klärung werde man sehen, ob die Stadt ordnungsbehördlich unterstützen könne. Lukanic wies ausdrücklich darauf hin, dass es ein flächendeckendes Problem sei, das man "nicht von heute auf morgen" in den Griff bekommen werde.
Zuletzt hatte regionalHeute.de im September 2025 über Rattensichtungen im Bereich der Cranachstraße / Martin-Luther-Straße berichtet. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel "Hier wurden zuletzt häufiger Ratten gesichtet - Das sagt die Stadt".

