Schladen: Werla Schule soll zur Ganztagsschule werden - Details müssen noch geklärt werden

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| Foto: Anke Donner



Bereits im November 2012 stellt die Werla-Schule einen Antrag zur Errichtung einer Ganztagsschule  in Schladen. Schon ab dem Schuljahr 2013/2014 könnte dann der Betrieb einer offenen Ganztagsschule aufgenommen werden. Der Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen, Personal und Sicherheit sprach sich in seiner heutigen Sitzung für die Errichtung einer solchen Schule aus.

In ihrem Antrag aus dem Jahr 2012 erklärte sich die Werla-Schule bereit, die Unterrichtszeiten wegen der Schülerbeförderung einvernehmlich mit dem Landkreis festzulegen. Auf Grund dieses Entgegenkommens erteilte der Landkreis im November 2012 seine Zustimmung.

Das Konzept sieht die Mittagsverpflegung der Schüler in der Schule vor. Dazu würden aber umfangreiche Umbaumaßnahmen notwendig werden. Der Neubau einer Mensa wäre laut Antrag zur Umsetzung notwendig. Nur so könne der benötigte Raum für die Essensausgabe und deren Zubereitung gewährleistet werden. Bis der Neubau fertiggestellt werden könnte, müsste eine Übergangslösung in Form von Containern geschaffen werden. Eine erste Planung der Gebäudewirtschaft hat ergeben, dass ein Neubau einer Mensa mit Klassenräumen und sanitären Anlagen auf dem Schulgelände möglich wäre.

Diesem Antrag konnten die Ausschussmitglieder in ihrer heutigen Sitzung jedoch nicht zustimmen. "Der  Beschlussvorlage kann ich so nicht zustimmen. Die Formulierung lässt auf einen Haushaltsbeschluss schließen. Das kann ich hier und heute so nicht annehmen. Wir sind nicht hier, um über den Haushaltsplan zu entscheiden", argumentierte Dietmar Fricke und kritisierte damit die Ausführungen des Antrags. Laut Frickes Auffassung hatte der Beschluss zum Inhalt, man möge heute über die außerplanmäßigen Aufwendungen für die befristete Übergangslösung im Haushaltsjahr 2013 in Höhe von voraussichtlich 85.000 € abstimmen. Davon würden allein die Mietkosten eines Containers von Juli bis Dezember 2013 mit 21.900 € die Haushaltskasse zusätzlich belasten. Im Haushaltsjahr 2014 würden nochmals 46.500 € Euro hinzu kommen.

Außerdem sei er der Meinung, man müsse nicht unbedingt Container als Übergangslösung anmieten. Auch hier bat er um eine erneute Prüfung seitens der Verwaltung.  Mitglied Manfred Koch räumte ein, dass er die Errichtung einer Ganztagsschule in Schladen begrüßen würde. "Der Schulstandort in Schladen muss erhalten bleiben. Wegen mir auch mit einer Ganztagsschule. Aber über die Notwendigkeit von Containern als Übergangslösung muss noch einmal nachgedacht werden", so Koch und erntete die Zustimmung der meisten Mitglieder.

Die  Möglichkeit andere Räumlichkeiten als Übergangslösung zu nutzen, wurde bereits vor der Antragstellung überprüft und auch im Antrag festgehalten. Die Überprüfung ergab, dass eine Verpflegung außerhalb der Schule jedoch nicht vorstellbar sei. Die Alternative, die Schüler während der Übergangszeit in den Räumen der FZT, Feuerwehrtechnischen Zentrale, unterzubringen, ist nach  Auffassung des Lehrerkollegiums und der Schulleitung nicht denkbar. Der Ganztagsschulbetrieb würde durch diese Lösung an Akzeptanz verlieren, heißt es in der Begründung. Auch eine Übergangslösung innerhalb  des Schulgebäudes sei aus Kapazitätsgründen nicht möglich.

Manfred Koch schlug eine erneute Prüfung der Räumlichkeiten vor und verwies außerdem auf die Möglichkeit, das Essen während der Übergangsphase von Außerhalb anliefern zu lassen und die Schüler die  Mahlzeiten in verfügbaren Räumen der Schule einnehmen zu lassen. Auch dieser Vorschlag fand bei den übrigen Mitgliedern Zustimmung.

Der Ausschussvorsitzende Detlef Kaatz machte abschließend den Vorschlag, nur dem ersten Punkt der Vorlage, die Zustimmung zur Errichtung einer Ganztagsschule, zu beschließen. Punkt zwei und drei, die Anschaffung von Containern im Schuljahr 2012/13 und im Folgejahr, wurden nach einer mehrheitlichen Abstimmung  zurückgestellt und sollen nach einer erneuten Prüfung wieder im Ausschuss behandelt werden. Die Empfehlung zur Errichtung einer Ganztagsschule in Schladen wurde einstimmig an den Schulausschuss weitergegeben. Dort wird das Thema morgen in der Ausschusssitzung als Tagespunkt behandelt.








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