Schuldnerberatung der AWO: Mehr geht nicht

von Thorsten Raedlein




Landkreis. Auch im zwölften Jahr der sozialen Schuldnerberatung des AWO-Kreisverbands Wolfenbüttel war der Beratungsbedarf ungebrochen hoch. Ilona Kaula (Leiterin der Schuldnerberatung) betonte bei der Aussprache über den von ihr am Donnerstag im Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit vorgelegten Jahresbericht 2013 , dass mehr nicht zu schaffen sei. 

Zwei Stellen finanziert der Kreis für die Beratung von Leistungsberechtigten nach dem Sozialgesetzbuch II und XII. An diesen will der Landkreis festhalten. Immer wieder stellen die AWO-Schuldnerberater fest, dass die Ratsuchenden damit überfordert sind, wenn es um die grundlegenden Fähigkeiten geht, die ein Haushalt benötigt, um mit den Finanzen auszukommen. Wie schon in den Vorjahren habe sich das Risiko, in eine Überschuldungssituation zu kommen, insbesondere durch die Steigerung der Lebenshaltungskoten für Energie und Wärme sowie Mietpreissteigerungen weiter erhöht. Insgesamt gab es 328 Beratungsfälle (95 Basisberatungen, 142 Basis- und Intensivberatungen sowie 91 Anfragen ohne weitere Beratung).

Die meisten beratenen Empfänger sind zwischen 31 und 40 Jahre alt (84). Mit 157 Personen stellt die Gruppe der Singles den Löwenanteil. Die Höhe der Schulden beträgt in den meisten Fällen bis 15000 Euro. Versandhausschulden liegen hier vorn vor Schulden bei Kommunikationsanbietern.

Der ausführliche Bericht kann an dieser Stelle geladen werden.