Wolfenbüttel. Am Donnerstag bekam Wolfenbüttel Besuch von einem internationalen Gast. Der Künstler „Shantel“ trat mit seinem Bucovina Club Orkestar im Schlossinnenhof auf und sorgte mit schnellen Beats für ein wahres Tanzspektakel. Bei den mitreißenden Balkan-Klängen und den schnellen Rhythmen blieben keine Muskeln unbenutzt und der ganze Schlossinnenhof tanzte und sprang zu dieser Guten-Laune-Musik.
In den Neunzigern war »Shantel« der vielleicht gefragteste deutsche Downbeat-Act, in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends erfand er fast im Alleingang ein neues musikalisches Genre, welches eine weltweite Ausstrahlung und Heerscharen von Kopisten erfuhr, heißt es in einer Mitteilung von Alexandra Hupp vom Kulturbüro. Jetzt kam der gebürtige Mannheimer "Shantel" alias Stefan Hantel nach Wolfenbüttel und begeisterte die zahlreiche Zuschauer am gestrigen Donnerstag. Hunderte Menschen, ob Jung oder Alt, fanden sich an dem lauen Sommerabend im Schlossinnenhof wieder.
Der Jubel war groß, als der Künstler Shantel mit seinem Bucovina Club Orkestar die Bühne betrat und sofort mit impulsiven Drums- und Trompetenspiel den tanzreichen Abend einläutete. Hier wurde nicht viel um den heißen Brei herumgeredet, Musik stand auf den Programm. Fast durchgängig, ohne großartig moderative Unterbrechungen, bekam das Publikum ganze zwei Stunden ein buntes, freches, spannendes und unterhaltsames Musikprogramm geboten. Da konnten selbst Tanzmuffel nicht die Füße stillhalten. "Eine sau geile Show" oder "Die Musik ging direkt ins Blut, es hat solchen Spaß gemacht" lauteten beispielsweise die Resonanzen der Zuschauer.
Auch der Titel, der ihn international bekannt gemacht hat, durfte natürlich nicht fehlen, auch wenn er den Titel schon recht früh am Anfang rausgepulvert hat. Aber doppelt hält ja eh besser, so schallte das im Chor gesungene "Disko Disko Partizani" auch im Zugabenteil noch einmal durch die Schlossgemäuer und läutete somit das Ende eines mitreißenden Abends ein.



