Wolfenbüttel. Im Innenhof des Lessinghauses gibt es am 29. und 30. April um 20 Uhr »Slam-Theater«: Die neuartige Verbindung von Slam-Poetry und Theater. Unter der Leitung der Theaterpädagogin Lena Simon und der Autorin und Slam-Poetin Xóchil A. Schütz ist dieses außergewöhnliche Projekt entstanden.
Im September 2015 haben elf Mädchen begonnen, kurze, literarische Texte zu unterschiedlichen Bereichen ihrer Lebenswelt zu schreiben. Es ging um Träume und Freundschaft, um den Lieblingsplatz, die Lebenswirklichkeit und das Spiel mit Sprache und Fantasie. Entstanden sind Gedichte und kleine Geschichten, lautspielerische Texte, Dialoge sowie klassische Slam-Poetry. Parallel wurden durch vielfältige kleine Übungen die Körperwahrnehmung und das Ausdrucksvermögen der Mädchen gestärkt sowie mit einem Tanzchoreographen gearbeitet. Entstanden ist eine ganz neuartige Literatur-Performance, die Spokenword, Theater, Tanz und Musik miteinander verbindet.
"Wir haben unsere unterschiedlichen Herangehensweisen am Ende miteinander kombiniert, so dass etwas ganz Eigenes entstanden ist. Die Mädchen sind alle am Ball geblieben, haben sich über fast acht Monate eingebracht und mitgemacht – ich finde das toll", sagt Xóchil A. Schütz. Mal zart und verspielt, mal provokant und laut laden nun elf Mädchen mit viel Charme und Selbstbewusstsein dazu ein, ihre individuellen Perspektiven kennenzulernen. Auf der Bühne zu sehen sind Emmelie Asche, Paula Asche, Pauline Heckmann, Annika Herzberg, Merle Maassberg, Leila Marullo, Lena Sartorius, Vanessa Schmidt, Carla Steinkampf, Kira Vollenweider und Jennifer Voß.
Das Projekt wurde gefördert durch den Lions Club Wolfenbüttel.
Die Projektleiterinnen
Die 1975 in Mannheim geborene Autorin und Slam-Poetin Xóchil A. Schütz kam im Jahr 2000 in Berlin mit der damals noch jungen Poetry-Slam-Bewegung in Berührung, von der sie beeinflusst wurde und die sie beeinflusste. Viele Jahre reiste sie als Slam-Poetin durch Deutschland und Europa sowie nach Süd- und Nordamerika. Sie trat nicht nur bei Poetry-Slams auf, sondern auch im Rahmen zahlreicher Kunst- und Literaturfestivals. Darüber hinaus gab sie Workshops an Schulen, Theatern und Universitäten und veröffentlichte neben Romanen, Lyrik und Kinderbüchern auch Unterrichtsmaterialen zum Thema »Slam-Poetry«. Seit 2013 lebt sie in Wolfenbüttel.
Lena Simon, 1979 geboren, absolvierte eine Schauspielausbildung und studierte an der Universität Hildesheim Kulturwissenschaft und Ästhetische Praxis. Nach ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Theaterpädagogin ist sie heute im Kulturbüro der Stadt Wolfenbüttel angestellt.
