Stadtteiltreff "Die Ulme" feiert fünfjähriges Bestehen


Barbara Gabriel  und Susanne Pensler leiten seit fünf Jahren gemeinsam die Ulme. Foto: WoBau
Barbara Gabriel und Susanne Pensler leiten seit fünf Jahren gemeinsam die Ulme. Foto: WoBau

Wolfenbüttel. Eine Erfolgsgeschichte im Wolfenbütteler Stadtteil Nord-Ost schreibt der Stadtteiltreff „Die Ulme“ nunmehr seit fünf Jahren. Grund genug zum Feiern, finden die Projekt-Verantwortlichen Susanne Pensler und Barbara Gabriel. Am 8. Juni 2013 ging es los mit niedrigschwelligen Angeboten für alle Bewohner der Ahlumer Siedlung.


„Seitdem hat sich vieles hier sehr gut entwickelt“, sagt Pensler. Die Sozialarbeiterin des Landkreises Wolfenbüttel ist die Haupt-Ansprechpartnerin im Stadtteiltreff.

Zu den beliebtesten Projekten im Haus am Ulmenweg 2b zählen etwa die Nähwerkstatt, das Eltern-Frühstück, der Kindertreff und das Senioren-Café. „Die Nähwerkstatt wird ehrenamtlich geleitet und hatte kürzlich sogar ihr 250. Treffen“, berichtet Pensler. Dort treffen sich stets rund zehn Frauen immer mittwochs zwischen 9.30 und 12.30 Uhr, um gemeinsam ihrem Hobby – dem Nähen – nachzugehen. Auch beim Eltern-Frühstück haben sich die Teilnehmer-Zahlen beachtlich entwickelt, findet Pensler. Das Angebot richtet sich an Mütter und Väter, wobei das Alter der Kinder keine Rolle spielt. Auch dort treffen sich stets rund zehn Erwachsene und acht Kinder. „Es geht darum, Erfahrungen auszutauschen. In der Gruppe entstehen immer wieder neue Freundschaften“, freut sich Pensler über das erfolgreiche Angebot.

Für das gemeinsame Frühstück und zahlreiche weitere Treffen, bei denen die Teilnehmer zusammen kochen, hat "Die Ulme“ jetzt eine brandneue Küche von der Wolfenbütteler Baugesellschaft (WoBau), zum fünften Geburtstag geschenkt bekommen. Die WoBau hatte vor fünf Jahren das Haus dem Projekt zur Verfügung gestellt. Zuvor trafen sich dort bereits fünf Jahre lang die Senioren-Mieter der Baugesellschaft zum gemeinsamen Kaffee-Trinken und Kuchen-Backen. „Das Treffen läuft noch immer regelmäßig. Viele ältere Menschen nutzen das Angebot, um nicht so allein im Stadtteil zu sein“, sagt Barbara Gabriel, Sozialarbeiterin der WoBau. Aus dem Kreis heraus haben sich schon einige weitere Treffen entwickelt – beispielsweise zum gemeinsamen Stricken oder Karten-Spielen.

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Der interkulturelle Gemeinschaftsgarten gehört zu den beliebten Ulme-Projekten. Foto: Stadtteilnetzwerk



Das Wohnungsunternehmen hatte dem Stadtteil zudem ein angrenzendes Stück Land zur Bewirtschaftung überlassen. Dort gibt es seit rund drei Jahren den Interkulturellen Gemeinschaftsgarten als Kooperationsprojekt des Stadtteilnetzwerks. „Jeder kann mitgärtnern. Wir suchen immer Menschen, die sich aktiv beteiligen wollen. Jeden Donnerstag ab 16 Uhr sind alle im Garten“, sagt Pensler. Das gesamte Saatgut stammt aus Demeter-Betrieben. Auf künstliche Dünger wird grundsätzlich verzichtet. Regelmäßig im Sommer lädt die Garten-Gruppe zum offenen Abendpicknick ein. Nächster Termin ist am Freitag, 22. Juni von 17 bis 20 Uhr. Auch die Grundschule Am Geitelplatz oder der Kindergarten Villa Kunterbunt haben mit den Kindern im Garten bereits Beete angelegt.

Überhaupt gibt es bei der „Ulme“ zahlreiche Angebote für Kinder. Bei der geschlossenen Mittagsgruppe treffen sich jeden Tag mindestens 15 Grundschüler. „Wir essen gemeinsam Mittag. Anschließend helfen wir bei den Hausaufgaben. Fürs Spielen ist auch immer ausreichend Zeit“, sagt die Ulmen-Leiterin Pensler. Ab 15 Uhr ist täglich offener Treff für alle Kinder. Auch in den Ferien gibt es stets attraktive Angebote – und das alles kostenlos.

„Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und WoBau funktioniert ausgesprochen gut“, finden Pensler und Gabriel. Vor fünf Jahren hatten sie das gemeinsame Ziel, mit der „Ulme“ einen lebenswerten Raum zu schaffen. „Das ist uns absolut gelungen“, sagen sie heute. Hintergrund der Zusammenarbeit war damals auch die besondere soziale Konstellation im Stadtteil: Es gibt dort überdurchschnittlich viele Alleinerziehende, Senioren und seit 2015 auch Geflüchtete. Auf der anderen Seite gab es kaum Angebote zum sozialen Austausch.

„Wir haben gemerkt, dass die Nachfrage groß ist. Eine Einrichtung wie ‚Die Ulme‘ hat hier im Stadtteil gefehlt. Wir haben noch viele weitere Ideen, die wir hier umsetzen möchten“, sagt Pensler. Sie betont aber auch, dass Bürger jederzeit mit Anregungen und eigenen Ideen zu ihr kommen können. So finden hier auch Treffen anderer Gruppen statt. Regelmäßig tauscht sich der Stadtteiltreff mit Einrichtungen, wie Familienzentrum, Kirchen und Schule im Stadtteilnetzwerk Nord-Ost über die jeweiligen Angebote miteinander aus um den Stadtteil für seine Bewohnerinnen und Bewohner noch lebenswerter zu gestalten.

Im relativ kleinen Kreis hat das „Ulme“-Team am Jahrestag bereits mit den regelmäßigen Besuchern gefeiert. Ein großes Fest, zu dem der ganze Stadtteil eingeladen ist, wird am Samstag, 22. September, nachgeholt.

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Das Sommerfest der Ulme zieht stets viele Besucher an. In diesem Jahr wird am 22. September das fünfjährige Bestehen gefeiert. Foto: WoBau



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