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Thomas Pink tritt aus: "Situation in CDU war unerträglich"

von Anke Donner


Bürgermeister Thomas Pink tritt aus der CDU aus. Foto/Video: Werner Heise

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10.08.2018

Wolfenbüttel. Bürgermeister Thomas Pink hat seinen Austritt aus der CDU erklärt. Der Entschluss reifte schon eine ganze Weile in Pink. Vor knapp vier Wochen war es dann soweit und er setzte endgültig einen Schlussstrich. Warum er den Christdemokraten nun den Rücken kehrte, erklärt Pink im Interview mit regionalHeute.de.


Es seien die Gesamtumstände in der CDU gewesen, die sich in den letzten Jahren entwickelt hätten, so Pink. Ausschlaggebend sei aber vor allem das große "Sommer-Theater" umHorst Seehofer und Kanzlerin Angela Merkel gewesen. "Das hat mir dann wirklich auch den Rest gegeben", so Pink.

Pink bezeichnet Seehofers Verhalten als Farce. Er habe ein Nebelboxen veranstaltet, um, so ist sich der Wolfenbütteler Bürgermeister sicher, sich Punkte für die Landtagswahl in Bayern zu erspielen. Es sei viel lamentiert worden über die gesamte Flüchtlingspolitik, ohne große Erfolge und alles auf dem Rücken der Kanzlerin. Das war für Pink "schlichtweg unerträglich". Mit den gleichen Worten kommentiert er aber auch das passive, beinahe "apathische" Verhalten von Merkel.

Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt empfand der Wolfenbütteler Politiker die Reaktion der Kanzlerin ja noch als "cool", als aber auch nach Wochen keine wirkliche Reaktion auf die vielen Anfeindungen gekommen sei, das habe sein Bild dann gänzlich zerstört.

Versuchte Spaltung


Aber auch auf kommunaler Ebene kommt die CDU beim amtierenden Bürgermeister nicht gut weg. Besondere Kritik äußerte Pink an dem Vize-Landtagspräsidenten Frank Oesterhelweg. Dessen Äußerungen über die CSU, das könne man beinahe als versuchte Spaltung werten (regionalHeute.de berichtete). Dies sei ein absolut falscher Weg und der kommunalen Politik absolut abträglich.

Pink möchte sein Amt bei allem politischen Unmut aber nicht abgeben. Noch drei Jahre will er sein Amt ausüben. Er habe an vielen guten Entscheidungen Anteil gehabt und dies sei nicht nur auf seine bisherige Parteizugehörigkeit zurückzuführen. Kommunale Politik in Wolfenbüttel sei seiner Meinung nach kaum Parteipolitik. Hier würde man in der Sache diskutieren und das werde er auch weiterhin tun.

Eine Kritik, die Oesterhelweg nicht annimmt:


https://regionalwolfenbuettel.de/frank-oesterhelweg-zum-pink-austritt-wenig-ueberrascht/


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