Wolfenbüttel. Bereits zum zehnten Mal wurde kürzlich das Projekt „Über den Tellerrand – Kochen & Essen für Flüchtlinge und Asylbewerber/innen“ durchgeführt. Damit feierten gleich drei regionale Gliederungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO-Ortsvereins Wolfenbüttel, des AWO-Ortsvereins Schöppenstedt und des AWO Kreisverbandes Salzgitter-Wolfenbüttel) ein kleines internes Jubiläum.
Regelmäßig am ersten Mittwoch im Monat treffen sich bis zu zehn vorwiegend junge Menschen verschiedener Nationalitäten und Ethnien vormittags in der AWO-Begegnungsstätte im Schöppenstedter Rathaus mit der Wolfenbütteler Hauswirtschaftsmeisterin Helga Möller, um gemeinsam zu Kochen und anschließend die Produkte auch gemeinsam zu verspeisen. Wie der AWO-Ortsverein berichtet, komme es dabei trotz unterschiedlicher Sprachen zu lebhafter Kommunikation. Spaß und Humor seien oftmals international und es wird viel gelacht. Aber auch die ernsthaften Themen wie Herkunfts-, Wohn-, Finanz- und Ausbildungs- bzw. Arbeitssituation in den Familien würden zum Tragen kommen, sodass über das leibliche Wohl hinaus, das eine oder andere mitgestaltet und unterstützt werden könne.

Die Jugendlichen unter Anleitung von Hauswirtschaftsmeisterin und AWO-OV-Vorstandsmitglied Helga Möller. Foto:
Das Material für die Mahlzeiten, die zum Teil auch nach den mitgebrachten Rezepten der Teilnehmenden erstellt werden, werde so weit als möglich von der Schöppenstedter Tafel zur Verfügung gestellt, so der AWO-Ortsverband Wolfenbüttel. Spezielle Zutaten wie beispielsweise Gewürze würden ergänzend zugekauft oder mitgebracht. Auch die Elm-Asse-Schule unterstützt das Projekt ideell. Von den Teilnehmenden wird kein Kostenbeitrag erhoben und eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Das Projekt soll auch in diesem Jahr weitergehen
Das AWO-Projekt „Über den Tellerrand“ soll auch im Jahr 2016 fortgesetzt werden, schließlich seien viele der Teilnehmer inzwischen bereits „Stammgäste“. Neue Interessenten seien jedoch immer gern gesehen und werden direkt in die praktischen Tätigkeiten integriert. Es gebe natürlich auch immer wieder Fluktuationen, weil die Teilnehmer mit den unterschiedlichsten Aufenthaltsvoraussetzungen in der Samtgemeinde Schöppenstedt leben und zum Teil in ihre jetzt als sicher erklärten Herkunftsländer zurückkehren müssen oder aus anderen Gründen verziehen. Konzeptionell ist deshalb seitens der AWO-Gliederungen das Projekt „Über den Tellerrand“ niederschwellig angelegt. Vor Ort wird jeweils aktuell nach der Teilnehmerzahl gemeinsam über Aufgabenverteilung, Herstellung und Gerichte entschieden, sodass alle Teilnehmenden einerseits satt werden, sich andererseits aber auch einbringen können und eine Aufgabe haben und drittens der Spaß am Kochen & Essen nicht zu kurz kommt!

