Vorhang auf für HEP 36: Abschlussfeier der HeilerziehungspflegerInnen


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Schöppenstedt. Mit diesen Worten eröffnete der Stiftungsdirektor der Evangelischen Stiftung Neuer-kerode, Rüdiger Becker, am Freitagabend die Abschlussfeier der Fachschule für Heilerziehungspflege in der Eulenspiegelhalle in Schöppenstedt.

Für die 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse HEP 36 der privaten Fachschule der Evangelischen Stiftung Neuerkerode endete mit der Zeugnisübergabe die dreijährige Ausbildung zum Heilerziehungspfleger bzw. –pflegerin.

Vor den 230 geladenen Gästen wies Becker in der Eröffnungsrede auf die guten Chancen für diesen Beruf hin. Die Arbeit mit Menschen stelle eine besondere Herausforde-rung dar und die Landesschulbehörde Niedersachsen setze hohe Anforderungen an Theorie und Praxis. Aber die Nachfrage nach Fachkräften in der Behindertenhilfe steige. Wenn Teilhabe und Inklusion gelingen soll, dann sei dies nur mit Beteiligung hochqualifizierter Fachkräfte möglich.

Becker unterstrich, warum die Ausbildung an der Neuerkeröder Fachschule eine Kombination aus fördern und unterstützen ist: „(1) Als größter Arbeitgeber im Landkreis fühlen wir uns dem Thema Ausbildung verpflichtet. Dafür müssen wir junge Menschen ausbilden und in den Beruf bringen. (2) Menschen mit geistiger Behinderung müssen fachlich gut betreut werden. Dazu braucht es gut ausgebildete Fachkräfte. (3) Die Inhalte der Ausbildung werden durch den Umzug der Fachschule zurück nach Neuerkerode noch lebensnaher und konkreter vermittelbar, das bringt Lebendigkeit mit sich, die auch im ganzen Dorf spürbar wird.“

Weiterhin merkte Becker an, dass sich so viele Neuerkeröder Bürger als glücklich bezeichnen. Dieses Selbstvertrauen erhielten Menschen mit Behinderung nur, weil unsere Fachkräfte sie in ihrer Entwicklung fördern und damit ihr Selbstverständnis und Selbstwertgefühl stärken.

Schulleiterin Annegret Jäkel betonte: „Unsere Schüler kennen die hohen Anforderungen in der Heilerziehungspflege aus Theorie und die kontinuierliche Arbeit in vielfältigen Praxisstellen. Mit über 2.000 Praxisstunden liegen wir deutlich über dem Praxisanteil der staatlichen Schulen. Damit erhalten unsere Schüler ideale Voraussetzungen für den Berufseinstieg.“

Fast alle Schülerinnen und Schüler haben bereits einen Arbeitsvertrag in einer der Gesellschaften der Stiftung unterzeichnen können oder beginnen ihre Berufslaufbahn in anderen Einrichtungen der Behindertenhilfe.
Als Jahrgangsbeste wurden Herr Benjamin Brune und Herr Anshel Grust geehrt. Sie erhalten nicht nur einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH, sondern werden auch mit einem Stipendium der Stiftung gefördert.


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