Vorräte im kritischen Bereich: Blutspende-Aktion in der Lindenhalle

Ganz im Sinne der Weihnacht kann man sich am morgigen Donnerstag Zeit für eine gute Tat nehmen.

Die Beutel für lebensrettende Blutkonserven können selbst eine Gesundheitsgefahr sein. (Symbolbild)
Die Beutel für lebensrettende Blutkonserven können selbst eine Gesundheitsgefahr sein. (Symbolbild) | Foto: Pixabay

Wolfenbüttel. Während in der Vorweihnachtszeit viele Organisationen um Geldspenden bitten, sammelt der Ortsverein Wolfenbüttel des Deutschen Roten Kreuzes etwas Lebenswichtiges: Blutspenden. Am morgigen Donnerstag bietet sich die nächste Gelegenheit in der Lindenhalle. Zwischen 15 und 19.30 Uhr ist das Team des Deutschen Roten Kreuzes zum Entgegennehmen der Spenden vor Ort und stellt zur Stärkung hinterher einen Imbiss bereit. Das teilt der DRK-Ortsverein Wolfenbüttel in einer Pressemeldung mit.



Björn Försterling, Blutspendebeauftragter des DRK Wolfenbüttel, wirbt dringend um Spenden. „Die Vorräte fast aller Blutgruppen sind in einem mehr als kritisch niedrigen Bereich.“ Einzig AB+ sei noch ausreichend vorhanden. „Ich verstehe, dass gerade in der Vorweihnachtszeit oft andere Dinge im Vordergrund stehen, hoffe aber, dass sich die Wolfenbütteler trotzdem die Zeit nehmen für eine wichtige gute Tat.“ Und Gutes tun – das sei doch schließlich ganz im Sinne der Weihnacht.

„Jeder kann in die Situation kommen"


Blutkonserven sind nicht nur bei Unfällen oder Operationen notwendig. Auch in der Krebstherapie ist der Bedarf hoch: „Ein Leukämiepatient kommt auf bis zu 14 Blutkonserven pro Woche, für ein Unfallopfer sind bis zu zehn Blutkonserven keine Seltenheit“, erzählt Björn Försterling, Blutspendebeauftragter des DRK Wolfenbüttel. Patienten mit Herz-, Magen- oder Darmerkrankungen profitieren ebenfalls häufig von Blutspenden und auch der Blutverlust bei einer Geburt kann so hoch sein, dass Spenderblut benötigt wird. „Jeder kann in eine Situation kommen, wo er auf die Spendenbereitschaft Anderer angewiesen ist“, sagt Försterling und wirbt für eine Teilnahme.

500 Milliliter gibt man bei der Spende ab – eine Menge, die ein gesunder Körper gut verkraften kann. Im Austausch dafür gibt es belegte Brötchen, Snacks und Getränke, den Dank des DRK und das gute Gefühl, jemandem geholfen zu haben.

Wer darf spenden?


Spenden darf grundsätzlich jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren, der mindestens 50 Kilogramm wiegt. Frauen können maximal viermal, Männer höchstens sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von acht Wochen (Tag der Blutspende plus 55 Tage) liegen. Nach einer Corona-Erkrankung mit fieberhaften Erkrankungssymptomen sollte eine Wartezeit von vier Wochen eingehalten werden.


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