"Wer hat den schlechtesten Sex?"

von Max Förster


Rainer Moritz liest aus seinem neuen Buch vor "Wer hat den schlechtesten Sex?". Foto: Max Förster
Rainer Moritz liest aus seinem neuen Buch vor "Wer hat den schlechtesten Sex?". Foto: Max Förster | Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. In gemütlicher Runde und gedimmtem Licht hielt der Literaturkritiker und Autor Rainer Moritz am Montagabend im Gästehaus der Bundesakademie eine Lesung zu seinem neuesten Werk "Wer hat den schlechtesten Sex?". In seinem Buch beschäftigt er sich nicht nur mit der Frage nach den verschiedenen Praktiken und Möglichkeiten von Sex, sondern vordergründig mit der Art und Weise, wie dieser in der deutschen Literatur zum Ausdruck gebracht wird.

Weil Aufklärung nicht gerade zur Lieblingsbeschäftigung seiner Eltern zählte, musste Rainer Moritz seine biologische Bildung selbst in die Hand nehmen. Aufregend, lustig, unverständlich oder auch seltsam sind ihm dabei viele Beschreibungen des Geschlechtsaktes begegnet.

Auffällig ist natürlich, dass sich die Autoren einer Vielfalt an Symbolen und Motiven bedienen. Von der Tier- und Pflanzenwelt, über das Meer, bis hin zu köstlichen Früchten. So wurde über die Aussage "Er kam wie ein trinkendes Pferd" philosophiert und die Frage in den Raum gestellt: "Wie sieht ein Pferd denn bitte beim Trinken aus?" Der Fantasie der Autoren sei also keine Grenzen gesetzt, sodass "aufgeplatzte Feigen", "wuchernde Kürbisse" und "intellektuelle Nummern" quasi eine ganz neue Bedeutung erhalten.

Die von ihm zitierten Stellen sorgten für ordentlich Stimmung unter den Zuschauern und lassen so manchen sicherlich am nächsten Morgen mit einem Lachmuskelkater aufwachen.