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Wilhelm-Raabe-Schule bald mit Islamischem Religionsunterricht

von Alexander Dontscheff


Die Wilhelm-Raabe-Schule wird voraussichtlich ab März Islamischen Religionsunterricht anbieten. Foto: Archiv/Anke Donner
Die Wilhelm-Raabe-Schule wird voraussichtlich ab März Islamischen Religionsunterricht anbieten. Foto: Archiv/Anke Donner Foto: Anke Donner

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18.02.2019

Wolfenbüttel. Die Wilhelm-Raabe-Schule will ab März Islamischen Religionsunterricht anbieten. Das bestätigt die Grundschule auf Anfrage von regionalHeute.de. Dafür würden vier Wochenstunden, also je Jahrgang eine, zur Verfügung stehen.


Im Niedersächsischen Schulgesetz sei verankert (§125), dass bei ausreichender Schülerzahl (mindestens zwölf Kinder) einer Religionsgemeinschaft und personellen Möglichkeiten ein Unterricht angeboten werden könne. Für den Religionsunterricht würden unabhängig von der konfessionellen Prägung festgelegte Standards gelten. "Religiöse Bildung dient dem Aufbau der jeweils eigenen religiösen Identität im Sinne kritisch-reflexiver individueller Bildung. Die Schülerinnen und Schüler sollen möglichst kompetent über ihre eigene Religion Auskunft geben können", erklärt die Schulleitung gegenüber unserer Online-Zeitung. Es gebe bisher keine Möglichkeit, den Unterricht Werte und Normen in Grundschulen anzubieten.

Die Wilhelm-Raabe-Schule werde von etwa 50 Kindern islamischen Glaubens besucht. Insgesamt hat die Schule nach Angaben auf der eigenen Internetseite etwa 250 Schülerinnen und Schüler. "Die Lehrkraft ist in islamischer Religion ausgebildet und wird auf die Kompetenzbereiche des Kerncurriculums eingehen. Der IRU wird möglichst parallel zum evangelischen Religionsunterricht angeboten", so die Leitung der Wilhelm-Raabe-Schule.


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