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"Wir wurden beleidigt, bedroht und angegriffen"

Ein Wolfenbütteler AfD-Politiker berichtet über seine Erfahrungen auf dem Weg zum Landesparteitag am vergangenen Samstag. Die Polizei habe Schlimmeres verhindert.

Ein Großaufgebot der Polizei schützte den AfD-Parteitag in der Milleniumhalle.
Ein Großaufgebot der Polizei schützte den AfD-Parteitag in der Milleniumhalle. Foto: Alexander Dontscheff

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18.09.2020

Braunschweig. Nachdem Polizei und Gegendemonstranten bezüglich der Vorfälle rund um den AfD-Landesparteitag am vergangenen Samstag in der Braunschweiger Milleniumhalle mehrfach zu Wort gekommen sind, erreichte uns nun eine Stellungnahme des AfD-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Der stellvertretende Vorsitzende Klaus-Dieter Heid, der selbst vor Ort war, berichtet von Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffen gegen die Teilnehmer des Parteitages.



Das Stattfinden des Landesparteitages der AfD in Braunschweig sei durch teils erheblich gewaltbereite und gewalttätige Vermummte gestört worden. Es sei nicht nur durch Blockaden versucht worden, Zufahrten zum Veranstaltungsgelände zu verhindern, es seien auch einzelne und auch in Gruppen zum Veranstaltungsgelände gehende Versammlungsteilnehmer massiv bedrängt, beleidigt („Ihr Nazi-Schweine“, „Ihr Mörder-Pack“, „Ihr kommt hier nicht lebend durch!“) angerempelt und gestoßen worden.

Aktentasche entrissen, Auto beschädigt


Einem Mitglied des Wolfenbütteler AfD-Kreisvorstands sei die Aktentasche entrissen, sein Auto beschädigt worden. "Ich war ebenfalls gezwungen, zirka 1,5 Kilometer Fußweg zum Gelände zurückzulegen, weil alle Zufahrtsstraßen durch Blockaden unpassierbar gemacht waren", berichtet der stellvertretende Vorsitzende des Wolfenbütteler Kreisverbands, Klaus-Dieter Heid. Eine Gruppe von jugendlichen Vermummten, die sich offen zur Antifa bekannt hätten („…wir sind die Antifa und wir werden verhindern, dass Du hier durchkommst!“), habe Heid anrempeln und auch ihm eine Aktentasche entreißen wollen. Das sei durch drei Polizeibeamte verhindert worden, die ihm das Weitergehen ermöglicht hätten.

Viele Teilnehmer des Landesparteitages hätten laut Heid von ähnlichen Vorfällen berichtet. Einige seien nach eigenen Angaben bespuckt und mit dem Tode bedroht worden, wenn sie weitergehen würden. Immer wieder hätten große Polizeieinheiten jedoch die Sicherheit der Versammlungsteilnehmer garantieren können. Der AfD-Kreisverband Wolfenbüttel dankt ausdrücklich den Einsatzkräften der Polizei, die sich ebenfalls vielen Beschimpfungen, Hetzparolen („Nazi-Helfer“) und auch tätlichen Angriffen ausgesetzt gesehen hätten.

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