Wochenmarkt mit Securityaufsicht - Drastischer Schritt gegen Regelbrecher

Noch immer würden sich viele nicht an die Abstandsregeln halten - Das hat jetzt Konsequenzen, wie Bürgermeister Pink ankündigt.

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Nur kurz einkaufen und dann wieder nach Hause - Mehr sei im Moment nicht drin. (Symbolbild)
Nur kurz einkaufen und dann wieder nach Hause - Mehr sei im Moment nicht drin. (Symbolbild) | Foto: Pixabay

Wolfenbüttel. Die Stadt Wolfenbüttel hatte den Wochenmarkt nun schon extra von seinem traditionellen Standort auf dem Stadtmarkt auf den Schlossplatz verlegt, um mehr Platz zu schaffen. Doch noch immer würden viele Besucher zu wenig Abstand halten. Bürgermeister Thomas Pink äußert sich in einer Pressemitteilung enttäuscht: "Daher werden wir vonseiten der Stadt, ab dem kommenden Samstag, die Zugangswege beschränken und mit Sicherheitspersonal auf die Einhaltung der Regeln achten."


Erst das zweite Mal fand der Wochenmarkt aufgrund der Corona-Vorgaben auf dem Wolfenbütteler Schlossplatz statt. Hier können die Stände mit genügend Abstand zueinander aufgebaut werden und auch die Kunden könnten untereinander problemlos den Mindestabstand untereinander einhalten - Sie könnten: „Da quetschen sich noch Leute an einem vorbei, weil sie die Auslage begutachten wollen, da werden Hinweise der Händler und der Stadt ignoriert", schildert Bürgermeister Pink die Situation. Die Marktbeschicker lobt er ausdrücklich für ihr bisheriges Engagement mit Markierungen oder direkter Ansprache auf die Gesundheit ihrer Kunden aber auch der eigenen Mitarbeiter zu achten.

„Wenn dann aber der Brunnen oder die Bänke als Treffpunkt für einen gemütlichen Plausch in der Sonne genutzt werden, dann führt dies den Hintergrund der Maßnahmen ad absurdum“, erklärt Pink, „wir müssen das leider unterbinden und verhindern, auch wenn es allen schwerfällt, derzeit dürfen die Marktbesucher nur kurz ihren Einkauf erledigen und dann müssen sie wieder nach Hause.“

„Die Lage ist weiterhin sehr ernst“


Das Vorgehen dürfte ähnlich dem sein, wie es bereits in Braunschweig praktiziert wird. Auch hier kritisierte die Stadt Braunschweig bei den Wochenmarktbesuchern "mangelndes Verantwortungsbewusstsein." Der nächste Schritt wurde dort klar aufgezeigt - Wenn das nicht funktioniert, müssten Wochenmärkte verboten werden.

Nicht jeder zeige dafür Verständnis. Der Bürgermeister hofft, dass diejenigen, die immer noch nicht verstanden haben, dass der Wochenmarkt derzeit nicht im Normalbetrieb läuft, durch die neuen Maßnahmen endlich wachgerüttelt werden und verstehen, warum dies alles gemacht wird. „Die Lage ist weiterhin sehr ernst“, sagt Pink.


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