Wolfenbüttel: Frühjahrsputz des Forstamtes an der Burgruine Langeleben


| Foto: landesforsten.de)



Das Niedersächsische Forstamt Wolfenbüttel hat die umfangreichen Pflegearbeiten an der Ruine der Wasserburg Langeleben und dem Elfenpfad abgeschlossen. Pünktlich zum Beginn des Laubaustriebs griffen nun die Forstwirte der Revierförsterei Groß Rohde zu Laubrechen, Forke und Schaufel, damit sich Burgruine und Quellhaus im Frühling von ihrer schönsten Seite präsentieren.

In den zurückliegenden Wintermonaten wurden Gehölze und Sträucher, welche das Restgemäuer der Wasserburg und das Quellhaus überwucherten, entfernt. In einem weiteren Arbeitsschritt wurden auch Bäume im näheren Uferbereich der Langeleber Teiche zurückgeschnitten, um eine bessere Besonnung der Teiche zu ermöglichen und dem Besucher einen freien Blick auf die alten Gemäuer zu gewähren.

"Die blühenden Lerchensporne und die Buschwindröschen bieten aktuell zusammen mit den alten Gemäuern eine wunderschöne Kulisse", erläutert Revierförster Jörg Peters den Arbeitseinsatz, "ein Besuch lohnt sich! Alle Arbeiten sollen einen weiteren Verfall verhindern und diesen besonderen Ort erlebbarer machen!"

Alle Maßnahmen rund um diesen historischen Ort wurden im Vorfeld mit der Denkmalschutzbehörde des Landkreises Helmstedt abgestimmt.

Im kommenden Spätsommer sollen die drei Teiche an den Ruinen ökologisch aufgewertet werden, denn sie sind sehr verschlammt und drohen umzukippen. Dazu sollen auch, vorbehaltlich der Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde in Helmstedt, die Teiche schrittweise entschlammt werden.

Um dem weiteren Verfall der Burgruine vorzubeugen, sollen die Gemäuer durch bauliche Maßnahmen gesichert werden. Dazu hat bereits ein Treffen mit Fachleuten vor Ort stattgefunden.

Von der mittelalterlichen und 1626 im dreißigjährigen Krieg zerstörten Wasserburg findet man vor Ort nur noch wenige Überreste. Noch erkennbar ist die Giebelseite eines 12 m hohen Gebäudes mit 1,5 m starken Mauern. Der Ursprung der Burg geht höchstwahrscheinlich auf einen fränkischen Forsthof zurück. Heute kann man die gesamte ehemalige Burganlage noch gut erkennen. Davon zeugen die erhaltenen Wälle, der Wassergraben und die Teiche sowie das historische Quellhaus.


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