Wie die Stadt gestern bekannt gab, habe man im Haushaltsjahr 2011 einen Überschuss von 8,6 Millionen Euro erwirtschaftet und den Schuldenstand von 44,7 Millionen Euro auf 37,3 Millionen Euro abgebaut. Durch die Umstellung von der kameralistischen auf die kaufmännische doppische Buchführung habe die Jahresrechnung etwas länger gedauert, erklärt der erste Stadtrat Knut Foraita.
Das sehr gute Ergebnis gründe sich vornehmlich auf Steuermehreinnahmen vor allem im Gewerbebereich. Insgesamt sei ein Steuerplus von 7,4 Millionen Euro zu verzeichnen gewesen, so der Kämmerer. Erfreut zeigte sich die Stadt auch über die Sparbereitschaft ihrer Mitarbeiter. Es sei im Bereich der Sachaufwendungen wieder über eine Million Euro gespart worden. Die Stadt habe ebenfalls von den Entwicklungen im Immobilienmarkt profitieren können, so der Vorsitzende des Finanz- und Wirtschaftsausschusses Winfried Pink. So konnten gute Ergebnisse beim Wiederverkauf von Gebäuden sowie durch Grundstücktransaktionen, beispielsweise der Ausweisung von gut nachgefragten Baugebieten, erzielt werden.
Der Ausschussvorsitzende schildert seine Freude eindrücklich: "ich sitze seit '96 im Finanzausschuss, aber so einen positiven Abschluss habe ich noch nicht erlebt." Die Erträge seien höher als geplant und die Aufwendungen geringer als geplant gewesen. Eigentlich habe die Stadt ein Defizit fürs Haushaltsjahr 2011 erwartet.
Auch der Landkreis profitiere von den guten Ergebnissen, da damit auch die Transfereinlagen, im Wesentlichen die Kreisumlage, gestiegen seien, berichtet Finanzdezernent Foraita.
Wolfenbüttel: Gut gespart und keine Neuverschuldung - Bilanz der Stadt zeigt 8,6 Mio Euro Haushaltsüberschuss
von Romy Marschall
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