Zweitägiger Schüler-Workshop zum KZ Schandelah-Wohld


Am Gedenkstein für den Lagerfriedhof. Fotos: Yvonne Salzmann
Am Gedenkstein für den Lagerfriedhof. Fotos: Yvonne Salzmann Foto: privat

Schandelah. Die Schülerinnen und Schüler eines Wahlpflichtkurses der Haupt- und Realschule Sickte beschäftigten sich zwei Tage mit der Geschichte des Außenlagers KZ Schandelah-Wohld. Geleitet wurde der Kurs von der Fotokünstlerin Yvonne Salzmann und dem Erziehungswissenschaftler Diethelm Krause-Hotopp. Dies teilen die beiden in einer Pressemitteilungen mit.


Nach einer kurzen historischen Einführung machte sich die Gruppe, die von ihrer Lehrerin Benita Koch begleitet wurde, auf die Spurensuche vor Ort. Ihre Eindrücke, ihre Emotionen, ihr Empfinden versuchten sie in Fotos auszudrücken, die später in ihrem Lerntagebuch bearbeitet werden.

Entlang der alten Bahntrasse vom KZ zum Schandelaher Bahnhof, ging es Richtung Geopunkt Jurameer Schandelah. Dr. Kosma und seine MitarbeiterInnen ließen sie den Abbau von Ölschiefer unmittelbar erfahren und stellten ihnen die Ausgrabungen und die bedeutende Geschichte dieser Stätte vor.

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Die Schülerinnen und Schüler der Haupt-Realschule Sickte informieren sich am Gedenkstein des KZ Schandelah Wohld. In der Mitte ihre Lehrerin Benita Koch und der Erziehungswissenschaftler Dr. Diethelm Krause-Hotopp. Foto:



Die Größe des KZ Schandelah ist nur vor Ort erfahrbar. Ausgangspunkt war die von der Gemeinde Cremlingen neu gestaltet Gedenkstätte, über die Abbaufläche (heute ein kleiner See), die Reste des Ölofens, ging es zu den Friedhöfen des ehemaligen Lagers. Historische Fotos von den Umbettungen 1946 und 1954 vermittelten den Schülerinnen und Schülern einen authentischen Eindruck und führten zu großer Betroffenheit. Auf dem Friedhof in Scheppau, hier ruhen 97 Gefangene, erfuhren sie, wie das Lager im April 1945 aufgelöst wurde und unter welchen unmenschlichen Bedingungen die Gefangenen leiden mussten.

In einer Abschlussrunde auf dem Hof von Marlis Krüger in Schandelah wurden die zwei Tage reflektiert. „Wir können uns nun viel besser vorstellen, was damals Schreckliches hier geschah“, war der überwiegende Tenor und „dies war ein sehr gutes Projekt“. Möglich gemacht hatten das die Dr. Scheller Stiftung und die Gemeinde Cremlingen.


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