Wolfsburg. Am vergangenen Mittwoch wurde bekannt, dass in den Eiern der bäuerlichen Hühnerhaltung des Ehepaares Lindner in Wolfsburg-Ehmen der gesetzliche Höchstgehalt an PCB (Polychlorierte Biphenyle) überschritten war. Das Veterinäramt untersagte daraufhin unverzüglich den Eierverkauf und kontrollierte den Betrieb. Der ausschließlich lokale Vertrieb der Eier über einen Hofladen und ein dazugehöriger Verkaufsautomat wurden mit einer Verbraucherwarnung versehen. Dies teilt die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung mit.
Der festgestellte Gehalt an PCB bewege sich im Nanogrammbereich und damit in einer äußerst geringen Menge, der Grenzwert sei im vorliegenden Fall bis zum doppelten Wert überschritten worden.
PCB würden sich vor allem in Fettgewebe ansammeln und könnten eine Schädigung der Leber sowie des Immunsystems hervorrufen und erbgutschädigend sein. Zudem stünden sie im Verdacht, krebserregend zu sein. In einer solchen Konzentration wie der vorgefundenen seien sie nicht akut giftig, sondern müssten über einen längeren Zeitraum aufgenommen worden sein.
Die Ursache der Kontamination habe bislang nicht festgestellt werden können, die Suche danach dauere an. Die Herkunft müsse nicht zwangsläufig aus dem Futter herrühren, sondern es könnten auch sonstige Umwelteinflüsse vorliegen, die eine solche Belastung hervorrufen.
Belastete Hühnereier: Veterinäramt untersagt Verkauf
In den Eiern wurde ein hoher Gehalt an PCB gefunden. Dies stehe im Verdacht krebserregend zu sein.
Symbolbild. | Foto: Pixabay
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