Wolfsburg. Am 20. September war im Schachtweg die dortige Kindertagesstätte eingestürzt – regionalHeute.de berichtete. Nun gibt es zumindest eine positive Nachricht.
Wie der Träger der Kindertagesstätte, der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen, in einer Pressemitteilung vom heutigen Freitag berichtet, sei laut Auskunft der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt in den Trümmern des Gebäudes kein Asbest gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig habe am vergangenen Mittwoch am Unglücksort nach der Schadensursache gesucht und dabei auch umfangreiche Materialbeprobungen vorgenommen. „Die schnellen Ergebnisse dieser labortechnischen Untersuchungen sind sicher nicht nur für uns eine gute Nachricht. Ich bin froh und dankbar, dass wir nun potenzielle gesundheitliche Gefahren, die sich bei Asbestbelastung durch einen Zaun ja nicht eingrenzen lassen, sicher ausschließen können“, sagt Christian Berndt, Superintendent des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen. „Wir waren in der Zwickmühle, den Schadensort aufgrund der behördlichen Beschlagnahmung gar nicht betreten, geschweige denn sichern zu dürfen.“
Weitere Untersuchungen in der kommenden Woche
In den kommenden Wochen werde das in weiten Teilen zerstörte Kinder- und Familienzentrum von Versicherungssachverständigen und Baustatikern untersucht. „Eine Abräumung ist also auch jetzt noch nicht möglich, da werden wir uns noch gedulden müssen“, bittet Berndt um Verständnis. Auch verlässliche Aussagen zur langfristigen Zukunft der Einrichtung seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beantworten. „Wir haben die Betreuung der Kinder, die bisher in der Martin-Luther-Kita waren, kurzfristig mit Notbetreuung sicherstellen können. Die mittelfristige Unterbringung wird in absehbarer Zeit in der nahegelegenen Goethestraße erfolgen, da hat uns die Stadt Wolfsburg den ehemaligen heilpädagogischen Kindergarten zur Verfügung gestellt.“
Gebäude und Gelände beschlagnahmt
Das Gebäude wie auch das Gelände des Martin-Luther-Kinder- und Familienzentrums Wolfsburg wurde noch am Unglückstag polizeilich beschlagnahmt. Nach ersten Untersuchungen durch Staatsanwaltschaft und Schadenssachverständige stehe die Schadensursache noch nicht fest. Das Gelände bleibt weiterhin verschlossen, jegliches Betreten des Geländes und der verbliebenen Gebäudereste ist bis auf Weiteres untersagt. Bei Zuwiderhandlungen wird die Eignerin von ihrem Hausrecht Gebrauch machen, so der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen abschließend.

