Nach Kita-Einsturz: Übergangslösung für die Kinder gefunden

Die Stadt stellt dem Kirchenkreis ein anderes Gebäude ganz in der Nähe als Übergangslösung zur Verfügung.

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Symbolbild. | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Wolfsburg. Erleichterung herrscht im Team des Martin-Luther-Kinder- und Familienzentrums: Die niedersächsische Landesschulbehörde habe laut einer Pressemitteilung des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen am heutigen Freitag grünes Licht gegeben für die Nutzung des ehemaligen Heilpädagogischen Kindergartens in der Goethestraße. Damit gibt es vorerst eine Lösung für die 88 Kinder, die bislang in die Kita am Schachtweg gegangen waren. Diese war am vergangenen Sonntag teilweise eingestürzt.



„Uns allen ist ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen!“, sagt Stefanie Heidemann-Müller, pädagogische Geschäftsführerin der evangelischen 15 Kitas und drei Familienzentren in Wolfsburg. „Die Stadt Wolfsburg hat uns sehr unterstützt, denn das Gebäude gehört der Stadt. Wir sind sehr dankbar, dass wir es bis auf weiteres nutzen dürfen und mit allen 88 Kindern und dem gesamten Martin-Luther-Team dorthin gehen dürfen!“

Notbetreuung ab Montag


Am kommenden Montag und Dienstag werde es zunächst eine Notbetreuung für zurzeit 17 Kinder geben, denn viele Eltern hätten signalisiert, einen absehbaren Zeitraum selbst überbrücken zu können. Ab Mittwoch startet die Notbetreuung in fünf evangelischen Einrichtungen: Christus-Kita Stadtmitte, St. Thomas-Kita Nordstadt, Kreuz-Kita Mitte-West, Heilig-Geist-Kita und Paulus-Kita, beide Mitte-West. „Wir gehen Stand heute davon aus, dass wir in vier Wochen in der Goethestraße unseren Normalbetrieb wieder aufnehmen können.“

Der ehemalige Heilpädagogische Kindergarten soll bis dahin von der Stadt so hergerichtet werden, dass die Martin-Luther-Kinder dort einziehen können. „Die Stadt stellt das Mobiliar zur Verfügung, wir können aus unseren anderen Einrichtungen auch etwas beisteuern“, freut sich Heidemann-Müller. Ab Montag werden alle 16 Erzieher wieder im Dienst sein können, auch die fünf Auszubildenden sind voll eingeplant. Erleichtert ist nicht nur die leitende Pädagogin: „Das Team freut sich nach diesem Schock und der Belastung der vergangenen Tage sehr darauf, die Kinder wiederzusehen. Ihr Wunsch, als Team zusammenbleiben zu können, hat sich erfüllt.“

Der ehemalige Heilpädagogische Kindergarten ist fußläufig vom Schachtweg entfernt. Damit entfallen nach einer kurzen Übergangszeit für die Familien zusätzliche Wege und Fahrzeiten und auch die Kontakte zu Kooperationspartner:innen im Sozialraum, wie beispielsweise die Musikschule und viele andere, können weitergeführt werden.

Aufatmen kann auch die betriebswirtschaftliche Geschäftsführerin Nicole Glapa der evangelischen Einrichtungen angesichts der aktuellen Entwicklungen, dass die Stadt ein Gebäude zur Verfügung stellt und sich alles fügt. „Dass uns ein Gebäude in die Luft fliegt, ist schon sehr belastend.“ Da nicht absehbar war, wie die Betreuung zeitnah sichergestellt werden könnte, hatte der Kirchenkreis umgehend die Beitragszahlungen der Familien für den Oktober gestoppt. Niedersachsens Kitaplätze kosten Familien in der Regel kein Geld, lediglich Essensgeld und Krippengebühren müssten die Eltern tragen, erläutert Glapa. Letztere seien einkommensabhängig und für Menschen mit geringen Einkommen auch kostenfrei.

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