Geplante Operationen und Sprechstunden im Klinikum werden reduziert

Das Klinikum Wolfsburg bereitet sich für Versorgung von Covid-19-Patienten vor.

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Symbolbild | Foto: pixabay

Wolfsburg. Das Klinikum Wolfsburg bereitet sich zur Versorgung der Bevölkerung auf weitere medizinische Herausforderungen durch den „Coronavirus“ vor. Wie vom Bundesgesundheitsministerium angeordnet, führt auch das Klinikum Wolfsburg ab sofort keine planbaren Operationen mehr durch und versorgt nur noch medizinisch dringliche Patienten und Notfälle. Dies teilt das Klinikum in einer Pressemitteilung mit.


„Wir bitten alle von Absagen und Verschiebungen betroffenen Patienten um Verständnis. Die Kapazitäten in unserem Krankenhaus müssen wir derzeit darauf ausrichten, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und Mitarbeiter und Räume zur Versorgung von Patienten, die sich angesteckt haben, bereitstellen“, so Klinikumsdezernentin Monika Müller. Die einzelnen Kliniken würden genau prüfen, welche Absagen von Operationen medizinisch vertretbar seien: „Klar ist, dass lebenswichtige und medizinisch dringend erforderliche Eingriffe nicht vom Operationsplan genommen werden“, unterstreicht der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Matthias Menzel, der auch Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Notfallmedizin, Operative Intensivmedizin und Schmerztherapie ist.

Zudem habe das Klinikum bereits Sprechstundentermine in den Ambulanzen abgesagt beziehungsweise verschoben. „Auch hier prüfen wir sehr genau, ob aus medizinischer Sicht nichts gegen eine Verschiebung spricht. Für Patienten, die dringend behandelt oder nach einer Operation weiter versorgt werden müssen, bleiben die Ambulanzen geöffnet. Alle anderen Patienten versuchen wir schnellstmöglich zu erreichen und über die Terminabsage zu informieren“, so Menzel.

Das Klinikum habe diese Maßnahmen umgesetzt, um Personal für die Versorgung von Patienten, die an dem Coronavirus erkrankt sind, zu bündeln und Plätze im Bereich der Intensivmedizin sowie mit Beatmungstechnik für die Behandlung von Covid-19-Patienten vorzuhalten. „Um eine möglicherweise deutlich steigende Zahl an intensivpflichtigen Patienten versorgen zu können, analysieren wir täglich die aktuelle Lage und passen unsere Pläne und Prozesse laufend an“, erklärt der Ärztliche Direktor. Bezogen auf das seit Samstag geltende Besuchsverbot weist das Klinikum darauf hin, dass sich Patienten ab sofort kostenfrei in das WLAN-Netz einloggen könnten, um zum Beispiel mit ihren Smartphones leichter den Kontakt zu Angehörigen halten zu können. Da das Café und Restaurant „Cliverde“ für Patienten geschlossen ist, richte das Klinikum einen mobilen Verkauf ein, der auf den Stationen ein Kiosk-Sortiment anbiete.


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