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Geplantes Trinity-Werk in Wolfsburg: "Planungen so schnell wie möglich vorantreiben"



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Geplantes Trinity-Werk: "Planungen so schnell wie möglich vorantreiben"

Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann besuchte heute das Areal in Warmenau, wo der neue Standort gebaut werden soll. Es sei das wichtigste Mobilitäts-Infrastrukturprojekt Niedersachsens.

Angelika Jahns, Bernd Althusmann und Dennis Weilmann präsentierten die Pläne (v. li.). Foto: Thomas Stödter / Video: Thomas Stödter

Wolfsburg. Nach der Entscheidung der Volkswagen AG, ihr neues Automobilwerk am Stammsitz auf dem Wolfsburger Stadtgebiet zu entwickeln, traf sich am heutigen Mittwoch Oberbürgermeister Dennis Weilmann mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann sowie Ortsbürgermeisterin Angelika Jahns zu einem Termin vor Ort in Warmenau. Dort soll das sogenannte Trinity-Werk entstehen.



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"Um das neue Automobilwerk an den Start zu bringen, haben wir uns einen ehrgeizigen Zeitplan gesetzt. Von Seiten der Stadt, der Politik und den weiteren Beteiligten legen wir auf dieses wichtige Projekt maximalen Fokus", unterstrich Oberbürgermeister Dennis Weilmann in Warmenau. "Deshalb habe ich den Wirtschaftsminister kurzfristig nach Wolfsburg eingeladen, um schnellstmöglich die Rahmenbedingungen und die Unterstützung des Landes abzustimmen."



Aufbruchssignal in eine automobile Zukunft "made in Niedersachsen"


Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann hat der Stadt Wolfsburg bei der Schaffung der notwendigen Verkehrsinfrastruktur für das geplante VW-Trinity-Werk tatkräftige Unterstützung des Landes zugesichert: "Die Entscheidung des Volkswagen-Konzerns für den Trinity-Standort in Wolfsburg-Warmenau ist ein weiteres Aufbruchssignal in eine automobile Zukunft ,made in Niedersachsen‘. Und es ist gleichzeitig ein starkes Bekenntnis von VW zum Wirtschaftsstandort Niedersachsen und zu Wolfsburg. Als Land wollen wir Volkswagen und die Stadt Wolfsburg bei der Schaffung der erforderlichen Verkehrsanbindung für dieses Leuchtturm-Projekt nach besten Kräften unterstützen, damit die Produktion im neuen Werk zeitgerecht beginnen kann."


Trinity-Werk, Übersicht Plangebiet.
Trinity-Werk, Übersicht Plangebiet. Foto: Stadt Wolfsburg


So soll für eine leistungsfähige Straßenanbindung der neuen Produktionsstätte die Bundesstraße 188 von der Autobahn 39 Anschlussstelle Weyhausen bis zur Landesstraße 322 vierstreifig ausgebaut werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Wolfsburg. Die Planungskosten für den Ausbau der B188 trägt das Land. Darüber hinaus wolle sich das Land Niedersachsen beim Bundesverkehrsministerium dafür einsetzen, dass notwendige Genehmigungen und die Bereitstellung der Finanzmittel für Bau und Grunderwerb der B188 zügig erfolgen, erklärte Althusmann. Besprochen wurden auch die mögliche Erweiterung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) in der Region und attraktive Mobilitätsangebote rund um Warmenau.


Eigenes Projektteam wird installiert


Um das Projekt reibungslos umzusetzen, will die Stadt in den kommenden Wochen und Monaten vor allem auch die Prüfungen der anstehenden Planungs- und Genehmigungsverfahren vorantreiben. Dazu wird ein eigenes Projektteam bei der Stadtverwaltung installiert, um das Vorhaben bestmöglich zu bearbeiten. Die Arbeitsgruppe unterstützt die Volkswagen AG bei der schnellstmöglichen Umsetzung des Trinity-Werkes.
Erarbeitet werden hier die rechtlichen Voraussetzungen zur Aufstellung der Bauleitplanung sowie zur Vorbereitung der Baugenehmigung. Dabei stehe neben den baulichen und verkehrlichen Belangen vor allem auch die Umweltverträglichkeit im Vordergrund. Ein entsprechendes Lärm- und Schallschutzgutachten sowie beispielsweise eine für solch ein Vorhaben notwendige Artenschutzkartierung wurden bereits beauftragt.

Die Bürgerinnen und Bürger, die in unmittelbarer Nähe zu dem neuen Automobilwerk leben, sollen durch entsprechende Beteiligungsprozesse bei den weiteren Verfahrensschritten genauso frühzeitig einbezogen und mitgenommen werden wie die Politik. Das solle beispielsweise durch Bürgerversammlungen vor Ort wie auch durch regelmäßige Berichte in den Ortsräten passieren.


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