Kontrollen und Beweisfotos: Maßnahmen gegen Scooter-Chaos gefordert

In einem Ratsantrag fordert die PUG Gespräche der Stadtverwaltung mit den E-Roller-Anbietern. Als Lösungsvorschlag werden Maßnahmen aus Hamburg genannt.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: Axel Otto

Wolfsburg. Nicht nur in Braunschweig gibt es Probleme mit wild abgestellten und andere Menschen behindernden E-Scootern (regionalHeute.de berichtete). Auch in Wolfsburg ist dies offenbar ein Problem. In einem Ratsantrag fordert die PUG Fraktion, dass die Stadtverwaltung Gespräche mit den Verleihern der E-Scooter aufnimmt, um nach Lösungen für das ordnungsgemäße Abstellen der Roller zu suchen. Als Beispiel werden Maßnahmen aus der Stadt Hamburg genannt.


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In Wolfsburg gibt es mit TIER seit März 2020, LIME seit November 2020 und BOLT seit Juni 2021 gleich drei Dienstleister für E-Scooter. Immer wieder komme es zu Beschwerden über nicht korrekt abgestellte Roller, so die PUG in der Antragsbegründung. Tatsächlich gebe es zahlreiche Roller, die entweder auf Schulhöfen, in Parks oder im Gebüsch am Straßenrand zurückgelassen würden.

Neben der Verkehrsgefährdung gebe das auch ein „unschönes“ Gesamtbild im Stadtgebiet ab. Nach einer Testphase könne man festhalten, dass das Thema Abstellen der E-Roller vielerorts nicht funktioniere. "Da es keine Verträge, sondern lediglich eine freiwillige Selbstkontrolle gibt, fordern wir die Stadtverwaltung auf, sich mit den Betreibern der E-Scooter in Verbindung zu setzen, um schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen", so die PUG.

Ordnungsgelder und Beweisfotos


Einen einfachen und pragmatischen Lösungsansatz biete dazu die Stadt Hamburg. Die Maßnahmen dort könnten nach Meinung der PUG auch in Wolfsburg erfolgversprechend durchgesetzt werden. In der Hansestadt werde der städtische Ordnungsdienst künftig Scooter-Kontrollen durchführen und bei Ordnungswidrigkeiten ein Ordnungsgeld verhängen. Beim Abstellen des Rollers müssten die Nutzer ein Foto von der Parksituation machen und hochladen. So könne nachgewiesen werden, dass zumindest der Nutzer den Roller ordnungsgemäß abgestellt habe.

Zudem hätten sich die Unternehmen in Hamburg bereit erklärt, eine gemeinsame Fußpatrouille einzusetzen, um verkehrswidrig abgestellte Roller schneller zu beseitigen. Letzteres wird in Braunschweig von TIER bereits angeboten (regionalHeute.de berichtete).


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