Vereinsamung durch Digitalisierung verhindern: Projekt soll Senioren unterstützen

Die Stadt Wolfsburg ruft zur Teilnahme am Smart-City-Innovationswettbewerb auf.

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Symbolbild. | Foto: Pixabay

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Wolfsburg. Die Stadt Wolfsburg nimmt als Smart-City-Modellkommune im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities (MPSC) an dem Internationalen Digitalen Ideenwettbewerb des Bundesministeriums des Innern teil. Das Referat für Digitalisierung und Wirtschaft unter der Leitung von Dr. Sascha Hemmen hat im Themenfeld Digitale Lösungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt die Patenschaft für das Projekt "Fürsorge für Senioren gegen soziale Isolation" übernommen. Ziel ist es, eine seniorengerechte digitale Anwendung zu entwickeln, die älteren Menschen niedrigschwellig die Kontaktaufnahme mit ihren Angehörigen ermöglicht und so die Vereinsamung verhindert. Dies teilt die Stadt Wolfsburg mit.


Weltweit stünden Städte vor ähnlichen Herausforderungen. Was können wir aus der Covid-19-Pandemie lernen? Wie können wir innovative Lösungen nachhaltig von der Pandemie in die Zukunft übertragen? Mit #SolutionsForCities unterstützt das Bundesinnenministerium Städte und Gemeinden bei der Suche nach innovativen, digitalen Lösungen für ihre aktuellen lokalen Herausforderungen. Auf einem eigens eingerichteten temporären virtuellen Marktplatz suchen weltweit Städte nach kreativen, digital gestützten Lösungen zur Bewältigung lokaler Herausforderungen.

Bereits der erste Lockdown Anfang des Jahres habe die digitale Spaltung der Gesellschaft sichtbar gemacht. Vor allem ältere Menschen würden unter der sozialen Isolation sowohl in Pflegeeinrichtungen aber auch in ihren Wohnungen leiden. Der fehlende Kontakt zu Familie und Freunden wirke sich nachweislich negativ auf den Gesundheitszustand aus. Während viele Menschen digitale Lösungen zur Kommunikation mit Angehörigen nutzen, seien vor allem Ältere häufiger digital abgehängt und verfügen weder über die entsprechenden Geräte, noch über die erforderlichen Kenntnisse, diese zur Kommunikation zu nutzen. Es zeige sich aber, dass die Ausgabe von Smartphones und Tablets das Problem alleine nicht löst. Wichtig sei, dass der Zugang zur Nutzung niedrigschwellig und altersgerecht ist und vor allem eine intuitive Bedienung ermögliche. Vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie-Entwicklungen ist die Dringlichkeit nochmal mehr geboten.

Dennis Weilmann, Erster Stadtrat und Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur der Stadt Wolfsburg, freut sich: "Als Smart-City-Modellstadt begrüßen wir den Ideenwettbewerb des BMI. Der Marktplatz gibt uns die Möglichkeit, schnell und unkompliziert kreative Partner*innen für die Umsetzung unserer Idee zu finden. Wir suchen nach smarten digitalen Lösungen, die den Menschen helfen, die von der Pandemie und dem Lockdown gerade besonders betroffen sind."

Die Stadt Wolfsburg ruft dazu auf, sich mit Ideen und Lösungsansätzen zur Entwicklung eines seniorengerechten User Interfaces zur audiovisuellen Kontaktaufnahme noch bis zum 9. November zu bewerben. Den Link zur Bewerbung gibt es auf wolfsburg.de/smartcity. Der globale Aufruf zum Einsenden von gemeinwohlorientierten, digitalen Lösungen richtet sich sowohl an internationale Firmen und Start-ups, als auch an Kommunen, Forschungsinstitutionen und -projekte sowie die Zivilgesellschaft.

Mehr Informationen und Hintergründe zum Innovationswettbewerb gibt es unter www.solutionsforcities.de