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Verkehrsflächen in Wolfsburg sollen temporär neu aufgeteilt werden



Verkehrsflächen sollen temporär neu aufgeteilt werden

Der Versuch in der Schillerstraße soll Verbesserungen für alle am Verkehr Teilnehmenden schaffen.

Im Herbst dieses Jahres will die Stadt Wolfsburg die Verkehrsflächen in der Schillerstraße in Wolfsburg temporär neu aufteilen.
Im Herbst dieses Jahres will die Stadt Wolfsburg die Verkehrsflächen in der Schillerstraße in Wolfsburg temporär neu aufteilen. Foto: Stadt Wolfsburg

Wolfsburg. Im Herbst dieses Jahres will die Stadt Wolfsburg die Verkehrsflächen in der Schillerstraße in Wolfsburg temporär neu aufteilen. Mit dem Versuch sollen Verbesserungen für alle am Verkehr Teilnehmenden geschaffen werden, insbesondere für die Radfahrenden. Bereits im Februar 2017 hat die Stadt mit dem Leitbild Radverkehr 24 Ziele formuliert, die den Radverkehr bis 2025 stärken sollen.



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Auf dieser Grundlage wurden bereits konkrete Vorhaben abgeleitet und umgesetzt, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag in einer Mitteilung mit. Dem gegenüber stehen eine Reihe von Situationen mit verbliebenen Hindernissen, die sich durch besonders schwierige Interessenkonflikte und Nutzungsüberlagerungen auszeichnen. Hier bietet das Sofortprogramm "Perspektive Innenstadt!" mit einer Förderung von 90 Prozent eine einmalige Chance, eine temporäre Neuverteilung des Verkehrsraumes zu erproben und daraus Schlüsse für künftige Umgestaltungen zu ziehen.



Mobilität zentrale Rolle


"Im Rahmen der Innenstadtentwicklung spielen die Themen Mobilität und Verkehr eine zentrale Rolle. Ein guter Mobilitätsmix ist wichtig für die Attraktivität unser Innenstadt. Gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern aus dem Ortsrat haben wir mögliche Bereiche intensiv diskutiert und die Schillerstraße für den Verkehrsversuch ausgewählt", erklärt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.


Die Schillerstraße ist eine besonders wichtige innerstädtische Nord-Süd-Achse für den Radverkehr. Sie ist damit Hauptradroute und hat gleichermaßen eine große Bedeutung für Fußgänger, den Busverkehr sowie den motorisierten Individualverkehr. Heute wechseln sich je nach Abschnitt und Straßenseite Mischverkehr, getrennter Geh- und Radweg, gemeinsamer Geh-und Radweg und Gehwege mit Radfahrerfreigabe ab.

Radstreifen soll kommen



Im Rahmen der temporären Neuaufteilung soll ohne bauliche Elemente lediglich durch Beschilderung und Markierung auf der Westseite der Schillerstraße ein Radstreifen entstehen. Hierfür werden versuchsweise ein Kraftfahrzeug-Fahrstreifen, einige Längsparkplätze und ein Taxistellplatz entfallen. "Das mit dem Allgemeinen Deutscher Fahrrad-Club abgestimmte Projekt bietet die Möglichkeit der Erprobung und Evaluation für eine künftige Umgestaltung der Schillerstraße und schafft idealerweise eine Akzeptanz für mittel- beziehungsweise langfristig anstehende Eingriffe", erläutert Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide.

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Ziel der temporären Neuverteilung ist es, die Fuß- und Radverkehrsflächen auf der westlichen Seite der Schillerstraße zu entflechten, so dass beide Verkehrsarten mit einem eigenen Verkehrsraum von der Maßnahme profitieren. Insbesondere an den Engstellen, zum Beispiel der Haltestelle Kaufhof, ist die Entflechtung von Vorteil, um künftig gefährliche Konfliktsituationen zu vermeiden. Durch den eigenen Radstreifen wird außerdem der Frequenz des Linienverkehrs Rechnung getragen und die ungeschützte Führung des Radverkehrs auf den Motorisierten Individualverkehr (MIV)-Fahrstreifen vermieden.

Übergeordnete Ziele des Projektes sind der Umwelt- und Klimaschutz sowie die Erhöhung der Lebensqualität der Menschen, die die Innenstadt besuchen oder in dieser leben.


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