Warnstreik in Wolfsburg: "Bis aus den klatschenden Händen Geld fließt!"

Auch viele Auszubildende waren bei dem Streik am heutigen Dienstag dabei.

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(Symbolbild) | Foto: Sina Rühland

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Wolfsburg. Deutliche Botschaften wurden heute von Streikenden beim ersten dezentralen bezirklichen Streiktag vor dem Rathaus in Wolfsburg formuliert, und zwar an den Verband kommunaler Arbeitgeber und ihren Verhandlungsführer Ulrich Mädge. Unter ihnen viele Auszubildende, die für die Verbesserung ihrer Ausbildungsbedingungen einstehen. Für die Jugend- und Auszubildendenvertretung des Rathauses heißt das heutige Motto des Tages: „Füreinander miteinander“. Sie resümieren den Tag mit: „Es ist beeindruckend, überraschend und toll, dass heute insbesondere so viele junge Beschäftigte und Ausbildende da sind!“ Dies berichtet die Gewerkschaft ver.di in einer Pressemitteilung.


Vom Klinikum Wolfsburg zog eine Demonstration mit über 100 Teilnehmenden, davon ein Großteil Auszubildende, zum Rathaus der Stadt Wolfsburg. Gemeinsam mit 200 weiteren Teilnehmenden aus dem Rathaus, den Grünbereichen sowie Werkstätten und vielen mehr der Stadt Wolfsburg wurde auf dem Rathausvorplatz öffentlich in den Arbeitskampf gestartet. Die Kolleginnen und Kollegen haben gezeigt, dass sie sich von den besonderen Bedingungen der Pandemie nicht abbringen lassen, öffentlich ihre Forderungen sowie Arbeitskampfbereitschaft in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes zu demonstrieren.

Einfach war es jedoch nicht für alle, bei dem ersten Warnstreik dabei zu sein. So haben einige Bereiche des Krankenhauses trotz abgeschlossener Notdienstvereinbarung ihre Leistungen nicht heruntergefahren, obwohl bereits am Freitag bekannt war, dass am heutigen Dienstag ein Warnstreik stattfinden wird. Das bedeutete für viele Kolleginnen und Kollegen in der Konsequenz: Sie können nicht teilnehmen.

Druck von Arbeitgeberseite


Auch im Ausbildungsbereich gab es Druck. So wurde ihnen beispielsweise angedroht, dass die Streikteilnahme zu Minusstunden oder Fehlzeiten führen würde. Mandy Jäschke, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung des Klinikum Wolfsburg, sagt dazu ganz klar: „Ich bin stolz, dass unsere Auszubildenden, trotz des hohen Drucks, den sie hatten, so zahlreich erschienen sind. Es muss in den Köpfen ankommen, dass Streik ein Grundrecht ist! Wenn wir auf die Straße gehen, dann lassen wir die Kolleginnen und Kollegen nicht hängen, sondern wir tun für uns alle!“

„Wir werden weiter streiken, bis aus den klatschenden Händen endlich Geld fließt!“

- Eckhard Hahne, Personalrat Klinikum Wolfsburg



Insgesamt war der erste Warnstreiktag ein voller Erfolg in Wolfsburg. So viele Kolleginnen und Kollegen haben deutlich gemacht, dass sie unverzichtbar während der Krise waren und auch unverzichtbar bleiben. Sie werden sich weiter für ihre Forderungen einsetzen, bis die Verhandlungskommission der Arbeitgeberseite sich endlich auf sie zubewegt. Heute war nur ein erster Auftakt und Eckhard Hahne, freigestelltes Personalratsmitglied des Klinikum Wolfsburg macht deutlich: „Wir werden weiter streiken, bis aus den klatschenden Händen endlich Geld fließt!“

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