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Wer folgt auf Merkel? CDU-Politiker der Region hüllen sich in Schweigen



Wer folgt auf Merkel? CDU-Politiker der Region hüllen sich in Schweigen

Die Suche nach einem Kanzlerkandidaten geht auch bei den Unionsparteien in die heiße Phase. Wir haben CDU-Politiker aus der Region gefragt, wen sie für den geeignetsten Kandidaten für das Kanzlerrennen halten. Sie hüllten sich jedoch in Schweigen.

von Niklas Eppert


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Archiv

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Region. Laschet oder Söder? Diese Frage beschäftigt die Schwesterparteien CDU und CSU seit Wochen. Auch wenn immer wieder andere Namen fallen, wie Friedrich Merz, Norbert Röttgen oder Ralf Brinkhaus, wird es wohl auf einen er beiden Parteivorsitzenden hinauslaufen. Derweil schaut ganze Land auf die Entscheidung der Christdemokraten, die bis Pfingsten fallen soll. regionalHeute.de hat CDU-Politiker aus der Region gefragt, wem sie die beste Eignung für das Kanzleramt zusprechen - festlegen wollte sich jedoch niemand. Die meisten antworteten erst gar nicht auf die Anfrage.



Seit Wochen ist die Union in den Umfragen im Tiefflug und das wenige Monate vor der Bundestagswahl im September. Nach Korruptionsaffären und umstrittenem Pandemiemanagement sehen die Christdemokraten nun einer neuen Herausforderung entgegen: Wer soll sich nach 16 Jahren Angela Merkel um die Kanzlerschaft bewerben? Die wohl wichtigsten Namen im Rennen sind der NRW-Ministerpräsident und CDU-Vorsitzende Armin Laschet und sein bayrischer Ministerpräsidentenkollege und CSU-Vorsitzender Markus Söder. regionalHeute.de hat CDU-Politiker aus Bundestag, Landtag und Parteipräsidium in der Region gefragt, wen sie für am geeignetsten halten, eine neue Regierung anzuführen. Festlegen wollte sich dabei keiner. Lediglich drei antworteten überhaupt.

Warten auf die Parteispitzen


Darunter etwa der Vorsitzende des Braunschweiger Landesverbandes und Vizepräsident des Niedersächischen Landtages Frank Oesterhelweg. Oesterhelweg gab zwar zu eine Präferenz zu haben, an öffentlichen Diskussionen wolle er sich jedoch nicht beteiligen. Er hoffe lediglich, dass die Vorsitzenden von CDU und CSU sich schnell einigen könnten. Möglichst unter Einbeziehung des Bundesvorstandes, dem Oesterhelweg als Braunschweiger Landesvorsitzender in beratender Funktion angehört.


Als Braunschweiger CDU-Landesvorsitzender sitzt Frank Oesterhelweg qua Amt beratend im CDU-Bundesvorstand. Foto: Werner Heise


Ähnlich hält es auch Elisabeth Heister-Neumann. Die ehemalige Justiz- und Kultusministerin aus Helmstedt hält sowohl Armin Laschet als auch Markus Söder für geeignet. Beide regierten eines der beiden größten deutschen Bundesländer und brächten entsprechende Regierungserfahrung mit, beide würden sich im "politischen Haifischbecken" gut auskennen. Auch, wenn Söder aktuell in Umfragen besser dastünde, könnten sich dies innerhalb kurzer Zeit wieder ändern. Sie jedenfalls würde für beide "Persönlichkeiten mit ganzer Kraft Wahlkampf führen".


Die ehemalige Justiz- und Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann sitzt im CDU-Bundesvorstand. Foto: Marc Angerstein


Ähnlich hält es auch der Braunschweiger Bundestagsabgeordnete Carsten Müller. Er sagt, dass ein geeigneter Kanzlerkandidat mehrheitsfähig in der Bevölkerung sein müsse. Darauf käme es letztlich an. Die Union müsse eine starke Persönlichkeit aufstellen, die entscheidungsfreudig und kommunikationsstark sei. Außerdem sei es für ihn nicht "vollkommen unvorstellbar", dass ein Kandidat den Wahlkampf anführe, der nicht auch Parteivorsitzender sei. Damit würde sich er Kreis potenzieller Kandidaten über Laschet und Söder hinaus erweitern.


Der CDU-Politiker Carsten Müller sitzt für Braunschweig im Bundestag. Foto: Alexander Dontscheff



Auch Andreas Weber, der für die CDU den Wahlkreis 51, zu dem Wolfsburg und Helmstedt gehören, zurückgewinnen soll schlägt in eine ähnliche Kerbe. Er sieht sowohl Markus Söder, als auch Armin Laschet als gute Kandidaten an, attestiert ihnen sogar "top-Qualitäten", wie Beständigkeit, Entscheidungsfreude, Kommunikationstalent und Beliebtheit in Bevölkerung könnten beide vorweisen. Es sei für ihn jedoch "naturgemäß" der Fall, dass einer Parteivorsitzenden aufgestellt werden müsse.
Vier weitere angefragte Unionspolitiker äußerten sich erst gar nicht zu der Diskussion. Eine Anfrage von regionalHeute.de blieb von den Bundestagsabgeordneten Ingrid Pahlmann (Peine/Gifhorn) und Dr. Roy Kühne (Goslar), sowie den Landtagsabgeordneten Veronika Koch (Helmstedt), Christoph Plett (Peine) und Oliver Schatta (Braunschweig) unbeantwortet.


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