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Wunderhunde und Sommerliebe: Ferienlektüre für Kinder und Jugendliche

von Christina Balder


Foto: Christina Balder

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10.08.2014


Braunschweig. Sechs Wochen Ferien sind viel Zeit, um mal wieder zu einem Buch zu greifen, das man nicht in der Schule lesen muss. Für Teil 2 unserer Wochenendgeschichte haben wir uns in Braunschweiger Buchhandlungen umgehört, welche Bücher für Kinder und Jugendliche der Markt bereit hält.

Susanne Wrensch von Graff empfiehlt:


[image=15787 size-thumbnail]"Quentin Qualle: Die Muräne hat Migräne" für Kinder ab vier Jahren, von Heinz-Rudolf Kunze, Jens Carstens und Julia Ginsbach

Das ist nicht nur ein Buch. Es kommt musikalisch daher, mit CD. Darauf hat sich der deutsche Liedermacher ausgetobt und passend zur Geschichte von Quentin Qualle Lieder aufgenommen. Das Buch erzählt, wie die von allen ungeliebte Muräne Hans unter grässlicher Migräne leidet. Geschieht ihm Recht, glauben manche. Quentin Qualle aber hat Mitleid. Er will Hans helfen, denn auch eine Muräne hat eine zweite Chance verdient. "Die Themen des Buches sind Freundschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft, dazu kommen die fetzigen Songs auf der CD", sagt Susanne Wrensch.

"Die Karlsson Kinder: Spukgestalten und Spione" von Katarina Mazetti. Für Kinder ab zehn Jahren.[image=15786]

Die Karlsson-Kinder sollen die Ferien bei ihrer Tante auf einer Schäreninsel verbringen. "Und eigentlich haben sie darauf gar keinen Bock", erzählt Wrensch. Aber dann geschehen seltsame Dinge auf der Insel. "Es ist eine abenteuerliche Feriengeschichte mit einem aktuellen Thema", sagt Wrensch: "Denn es stellt sich heraus, dass auf der Insel Flüchtlinge aus Afrika untergekrochen sind."

[image=15785]"Es duftet nach Sommer" von Huntley Fitzpatrick, für Jugendliche ab 14

Fitzpatrick erzählt eine Liebesgeschichte zwischen Gwen und Cassidy, die erst etwas holprig beginnt. Neben der Jugendromanze hat das Buch auch einen nachdenklichen Teil, der sich mit Behinderung beschäftigt.

Empfehlungen vom "Bücherwurm":


"Superhugo startet durch" von Salah Naoura, für Erstleser

Hugo ist ein Hund, ein etwas tolpatschiger obendrein, dem sein Frauchen immer Geschichten über "Superhund" vorliest. Eines Tages findet er durch einen Zufall das Ausrüstungsversteck von Superhund und übernimmt seine Gerätschaften. Für einen Moment wird Hugo dann selbst zum Superhelden.

"Der Ursuppen-Prinz" von Christina Erbertz, für Kinder ab neun Jahren



Bücherwurm-Mitarbeiterin Sarah Lips kann diese Geschichte ganz besonders empfehlen. Es geht um Doro, die sich ein bisschen dumm fühlt zwischen ihren Professoreneltern und den hochbegabten Brüdern. Sie schwänzt lieber die Schule und geht ins Museum. Dort findet sie ein schönes Gemälde von einem Prinzen und zupft ein eingemaltes Haar ab. Aus diesem Haar entsteht beim Ursuppekochen im Keller ein Prinz, erst ganz klein, dann immer größer. "Sehr lustige Geschichte", findet Sarah Lips. "Ich hatte großen Spaß."

[image=15784]"Mit Worten kann ich fliegen" von Sharon M. Draper, für Kinder ab elf Jahren

Melody ist elf und unglaublich intelligent. Sie hat ein fotografisches Gedächtnis und ist mit Abstand das schlaueste Mädchen ihrer Schule. Das weiß aber niemand, denn Melody ist gelähmt, kann nicht sprechen, nicht schreiben und sich auch sonst nicht ausdrücken. "In ihr sind ganz viele Worte und Gedanken, die sie nicht loswerden kann", erzählt Hilke Heimann vom Bücherwurm. Erst mit technischer Hilfe lernt sie, sich zu verständigen.
"Es ist gut erzählt für junge Leser, mit welchen Problemen man leben kann und was es heißt, wirklich sprachlos zu sein", sagt Heimann.

"Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover, für Jugendliche und Erwachsene

Layken zieht in eine neue Stadt, kurz vor Ende ihrer Schulzeit. Ein junger Mann hilft ihrer Familie beim Umzug, die beiden verlieben sich. Nach den Ferien fangen die Probleme an, denn Will ist nicht einfach nur Laykens Freund, sondern Referendar an ihrer Schule. Irgendwie müssen sie ihre Lieber trotz dieser Hürde retten. "Es ist eine tolle, richtige Liebesgeschichte für Jugendliche und Erwachsene", sagt Hilke Heimann, "aber schon eher was für die Mädels."


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