Zoll prüft Pakete: Von Sexpuppe bis Mäusegehirn alles dabei

Es ist erstaunlich, was der Zoll so alles in Warensendungen findet.

Bei der Kontrolle stießen die Beamte auch auf einige auffällige Warensendungen.
Bei der Kontrolle stießen die Beamte auch auf einige auffällige Warensendungen. Foto: Hauptzollamt Braunschweig

Braunschweig. Am Dienstag kontrollierten Beamte des Zollamtes Göttingen und der Kontrolleinheit Verkehrswege Göttingen in einem Paketzentrum in Südniedersachsen 824 Sendungen aus dem Vereinigten Königreich gemeinsam im Rahmen der zollamtlichen Überwachung. Dort wurden so einige Kuriositäten gefunden. Dies berichtete das Hauptzollamt Braunschweig, welches die Kontrolle begleitete.



Bei den Sendungen handelte es sich um Nichtunionswaren, da das Vereinigte Königreich seit dem 1. Februar 2020 kein Mitgliedstaat der Europäischen Union mehr ist. Nach Ablauf des Übergangszeitraums Ende 2020 finden daher auch die rechtlichen Bestimmungen bezüglich Verbote und Beschränkungen Anwendung, erklärt das Zollamt.

Sendungen wurden durchleuchtet


Die gemeinsame Kontrollaktion wurde maßgeblich durch den Einsatz eines Röntgenmobils geprägt. 824 Sendungen wurden zunächst durchleuchtet. Einige auffällige Sendungen wurden daraufhin geöffnet und intensiver kontrolliert. Dabei kamen einige Kuriositäten zu Tage, die sonst nicht zum Abfertigungsalltag der Beamten gehören. Es wurden unter anderem eine Muschelkette und ein Mäusegehirn hinsichtlich des Artenschutzes, eine sogenannte Pickelhaube in Bezug auf den Schutz von Kulturgütern und eine erotische Puppe hinsichtlich eines kindlichen Erscheinungsbildes geprüft.

Letztere wäre seit Inkrafttreten eines Gesetztes vom 1. Juli 2021 verboten, wenn sie zur Vornahme sexueller Handlungen bestimmt wäre und eine körperliche Nachbildung eines Kindes oder eines Körperteiles eines Kindes darstellen würde.

Erfreulicherweise sei es jedoch zu keinen Beanstandungen gekommen und die gemeinsame Zollkontrolle verlief tatkräftig und fachkundig, so das Zollamt.

Unterstützung aus Braunschweig


Die Pressesprecherin des Hautzollamtes Braunschweig, Nadine Battmer, begleitete die Kontrolle und erklärt: "Ich finde es sowohl für die Bürgerinnen und Bürger, als auch für die eigenen Kolleginnen und Kollegen interessant, was tagtäglich in unserem Amtsbezirk abgefertigt wird. Viele Beschäftigte des Hauptzollamtes kennen die Waren nur aus elektronischen Zollanmeldungen und haben keine konkrete Vorstellung, was sich hinter den Warenbeschreibungen verbirgt. Daher freut es mich, Bilder anfertigen zu können und somit vielleicht die jeweilige Vorstellungskraft zu unterstützen."


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