Braunschweig. Europas größter Jugendwettbewerb für Wissenschaft und Technik, Jugend forscht, feiert in diesem Jahr sein 60. Jubiläum. Beim 37. Regionalwettbewerb Braunschweig stellten die talentiertesten Jungforscher der Region ihre innovativen Projekte vor. 20 von ihnen qualifizierten sich für den Landeswettbewerb Niedersachsen. Ihre Arbeiten deckten eine Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen ab – von digitalen Innovationen über medizinische Lösungen bis hin zu Robotern im Pflegedienst. Dabei wussten sie besonders durch Kreativität und wissenschaftliche Herangehensweise zu überzeugen. Das berichtet die Braunschweigische Stiftung in einer Pressemitteilung.
Über 100 Nachwuchswissenschaftler aus der gesamten Region Braunschweig sowie Holzminden und Göttingen präsentierten am heutigen Freitag ihre kreativen und zukunftsweisenden Ideen in den Räumlichkeiten der Braunschweigischen Landessparkasse. In diesem Jahr gingen 41 Projekte in der Sparte „Jugend forscht“ und 31 Projekte in der Sparte „Jugend forscht junior“ an den Start. Eine hochkarätige Jury mit über 50 Mitgliedern bewertete die Arbeiten und prämierte die besten Projekte.
Vielfalt an Forschungsthemen
„Die diesjährigen Forschungsarbeiten zeigten eine beeindruckende Bandbreite an wissenschaftlichen Fragestellungen. Die Teilnehmenden bewiesen großes Engagement und überzeugten mit ihrer Kreativität und methodischen Herangehensweise“, resümiert Wettbewerbsleiterin Petra Aust.
In der Sparte „Jugend forscht junior“ beeindruckte die 12-jährige Veda Gjorgjijoska aus Braunschweig von der Gaußschule Gymnasium am Löwenwall mit ihrem Forschungsprojekt im Fachgebiet Arbeitswelt. Unter der Leitfrage „Wie viel Zucker ist in meinem Getränk? Das kann ich selbst messen!“ entwickelte sie eine Methode, um den Zuckergehalt in Getränken eigenständig zu analysieren. Dabei untersuchte sie nicht nur, wie viel Zucker Menschen tatsächlich über Getränke aufnehmen, sondern verglich ihre Messwerte auch mit den Angaben auf Verpackungsetiketten. Gleichzeitig setzte sie sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen des Zuckerkonsums auseinander.
Die 15-jährige Alia Marrone von der Neuen Schule in Wolfsburg entwickelte in der Sparte „Jugend forscht“ im Fachgebiet Arbeitswelt mit „Doggoschmoggo“ einen innovativen Roboter-Hund, der pflegebedürftige Menschen im Alltag unterstützen soll. Er erinnert an die Einnahme von Medikamenten, folgt seinen Besitzern und dient als emotionale Stütze, indem er einfache Konversationen führt und sogar Witze erzählt. Die Interaktion mit den Nutzern funktioniert dabei durch ein lokales und datenschutzkonformes Large Language Model (LLM).
Insgesamt schafften es 20 Teilnehmer mit 13 Projekten in die nächste Wettbewerbsrunde auf Landesebene – mit der Chance, sich für das Bundesfinale in Hamburg zu qualifizieren.
Schlüssel für die Zukunft
Der Wettbewerb wird seit zehn Jahren von der Braunschweigischen Stiftung in Kooperation mit der Braunschweigischen Landessparkasse organisiert. Beide Institutionen engagieren sich intensiv für die Förderung junger Talente. Dr. Ingo Lippmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Stiftung und Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Landessparkasse, unterstreicht die Bedeutung des Wettbewerbs:
„Jugend forscht in Braunschweig steht für das beeindruckende Engagement junger Menschen, die sich mit den großen Fragen unserer Zeit auseinandersetzen. Die Braunschweigische Stiftung ist stolz, diesen Wettbewerb nun schon im zehnten Jahr als Pateninstitution gemeinsam mit der Braunschweigischen Landessparkasse ausgerichtet zu haben. Diese langjährige Partnerschaft spiegelt unsere Überzeugung wider, dass Wissenschaft und Bildung die tragenden Säulen für die Entwicklung unserer Region und unserer Gesellschaft sind.“
"Mehr als ein Wettbewerb"
Zum wiederholten Mal unterstützen zudem die Öffentliche Versicherung Braunschweig und die Erich Mundstock Stiftung den Wettbewerb. „Für uns ist Jugend forscht mehr als ein Wettbewerb. Es ist eine Plattform, die junge Talente fördert und ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Ideen zu präsentieren. Dies motiviert die nächste Generation, Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu entwickeln“, skizziert Sarah Mager-Mundstock, Vorstandsvorsitzende der Erich Mundstock Stiftung.
„Jugend forscht ist eine inspirierende Plattform für junge Menschen, die sich für Zukunftsthemen begeistern und sich an Neues heranwagen. Damit ist der Wettbewerb vor allem auch ein eindrucksvoller Beleg für die Schaffenskraft der nachwachsenden Generation“, empfindet auch Nina Hajetschek, Mitglied des Vorstandes der Öffentlichen Versicherung Braunschweig.
Weitere Informationen zum Wettbewerb und den Projekten gibt es auf der Website der Braunschweigischen Stiftung unter www.die-braunschweigische.de.