Berlin. 65 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer beziehen noch rund 37.000 Opfer der SED-Diktatur eine Opferrente. Das teilte die SED-Opferbeauftragte des Bundestages, Evelyn Zupke, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" mit.
"Das Unrecht an der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze zeigt uns überdeutlich, dass die DDR eine Diktatur war", sagte sie dem RND. Wer die DDR heute verkläre, handele nicht nur "geschichtsvergessen", sondern es sei auch "ein Schlag ins Gesicht tausender Opfer politischer Gewalt in der DDR".
Zupke sagte weiter, die Mauer sei durch eine "unmenschliche Diktatur" gebaut worden. Zu Fall gebracht hätten sie die friedlichen Bürger mit ihrem mutigen Protest. So wie man der Opfer der SED-Diktatur mit der Straße des 17. Juni zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor gedenke, werbe sie dafür, auch die Freiheitshelden und ihren jahrzehntelangen Widerstand "an zentraler Stelle im Stadtbild der Hauptstadt" zu würdigen.
Nach Zupkes Angaben gab es zwischen 1945 und 1989 zirka 250.000 politische Häftlinge in den Haftanstalten und Jugendwerkhöfen. Dazu kämen weitere Opfergruppen wie Zwangsausgesiedelte und Menschen, die von den staatlichen Institutionen systematisch psychisch zersetzt worden seien.
Zupke: 37.000 SED-Opfer beziehen noch Opferrente
65 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer beziehen noch rund 37.000 Opfer der SED-Diktatur eine Opferrente.
Evelyn Zupke (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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