Kam es in diesem Supermarkt zu gefährlichem Spinnenbiss?

Die Feuerwehr sucht Obstkisten ab. Der Markt wird vorübergehend geschlossen.

Die Feuerwehrleute durchsuchten zahlreiche Bananenkisten nach einer Spinne.
Die Feuerwehrleute durchsuchten zahlreiche Bananenkisten nach einer Spinne. | Foto: Kreisfeuerwehr Gifhorn

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Groß Oesingen. Zu einem ungewöhnlichen Einsatz ist die Ortsfeuerwehr Groß Oesingen am vergangenen Freitagabend in den Norma-Supermarkt in Groß Oesingen alarmiert worden. Ausgangspunkt war der Verdacht, dass eine betroffene Person von einer Spinne gebissen worden sein könnte. Das Tier könnte in einer Bananenkiste eingereist sein. Dieser Verdacht ist bislang nicht bestätigt, teilt die Gifhorner Kreisfeuerwehr mit.



Die betroffene Person war zuvor durch den Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht worden. Von dort erreichte die Information über die Meldekette die Einsatzleitstelle der Feuerwehr. Die Feuerwehr Groß Oesingen erhielt den Auftrag, im Markt nach dem Tier zu suchen und es im Fall eines Fundes sicher aufzunehmen. Eine eindeutige Bestimmung des Tieres hätte den zuständigen Fachleuten belastbare Hinweise geben können.

Einsatzkräfte suchen Obtskisten ab


Die Einsatzkräfte sprachen zunächst mit den Beschäftigten und ließen sich zeigen, um welche Obstkiste es ging. Anschließend kontrollierten sie die Obstkisten im Verkaufsraum systematisch und suchten danach den Lagerbereich ab, wo auch Paletten umgesetzt wurden. „Wir haben uns zuerst zeigen lassen, um welche Kiste es ging, und dann Stück für Stück kontrolliert", sagt Einsatzleiter Mario Seidel, stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Groß Oesingen.

Besonderes Augenmerk lag auf der Eigensicherung. Die Kräfte trugen geschlossene Schutzkleidung, feste Schutzhandschuhe und Helm. Zusätzlich führten sie einen verschließbaren Behälter mit, um ein aufgefundenes Tier unmittelbar sicher aufnehmen zu können. „Ohne die richtige Schutzausrüstung geht man an so eine Aufgabe nicht heran", so Seidel.

Die Polizei traf ebenfalls an der Einsatzstelle ein. In Abstimmung mit den Verantwortlichen vor Ort wurde der Markt geräumt und für den Abend geschlossen. Die Suche wurde danach fortgesetzt.

Die suche blieb erfolglos: "Eine Spinne konnte durch die Feuerwehr nicht festgestellt werden. Gefunden wurde ein Teil eines Spinnennetzes an einer Banane. Dieser wurde für die weitere Beurteilung durch die zuständigen Stellen gesichert", teilt die Feuerwehr mit.

Nach rund einer Stunde war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Die Einsatzstelle wurde an die Verantwortlichen des Marktes übergeben.

„Einsätze dieser Art sind für die Feuerwehren im Landkreis Gifhorn ausgesprochen selten", sagt Tobias Nadjib von der Kreisfeuerwehr-Pressestelle. „Die Einsatzkräfte haben ruhig und systematisch gearbeitet, konsequent auf die eigene Sicherheit geachtet und die Lage gemeinsam mit der Polizei und den Verantwortlichen vor Ort geordnet abgearbeitet. Genau das ist es, was in einer ungewohnten Situation zählt."

Gemeinsam mit der Polizei und den Verantwortlichen vor Ort konnte die Feuerwehr eine akute Gefährdung für die noch anwesenden Kunden ausschließen. Die zuständigen Stellen haben die Untersuchung zum Hergang aufgenommen.

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